Aktuelle Sammelliste der essbaren Wildpflanzen in der freien Natur

 

♦ AKTUELLER STAND DER SAMMELLISTE: 9. September 2019

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ESSBARE BLÜTEN

 

GOLDRUTE, KANADISCHE
(Solidago canadensis)
Die kleinen, gelben Korbblütenstände eignen sich als Salatzutat. Frisch aufgebrüht lässt sich aus den Blüten ein köstlicher Tee zubereiten, der die Nieren gut durchspült.

 

 

 

 

 

 

MALVEN
Wilde Malve (Malva sylvestris)
Weg-Malve (Malva neglecta)
Die Blüten weisen einen hohen Gehalt an Schleimstoffen auf. Die Blüten beider Arten sind eine essbare Dekoration. Doch nicht nur die Blüten, die getrocknet in Teemischungen zu entdecken sind, sondern auch die Blätter, Knospen und Früchte (jedoch nicht die Stängel!) sind sowohl roh als auch gekocht essbar und schmecken dazu köstlich.

 

 

NACHTKERZE
(Oenothera biennis)
Blüten und Blütenknospen schmecken mild. Als Essbare Dekoration für Salate oder Desserts. Knospen als wie „Kapern“ einmachen und als Anti-Pasti essen.

 

 

 

ROSENBLÜTEN/WILDROSENBLÜTEN
Rosa canina
Rosa rubiginosa
Rosa rugosa
Nachsaison: Die Damaszener Duftrosen, alte englische Sorten aber auch die wilden Hundsrosen sowie die Kartoffelrosen riechen wunderbar. Getrocknet als Schmuckdroge für Tees; Kaltwasserauszüge als Grundlage für Rosengelee. Spezialität: verzuckerte Rosenblütenblätter.

 

 

SPÄTOMMERLICHE WILDFRÜCHTE

ARONIA
(Aronia Melanocarpa)
Die Saison beginnt ca. Mitte August und dauert bis Anfang Oktober. Die Beeren eignen sich zur Herstellung von Smoothies, Fruchtsaucen, Aufstrichen, Kompott und Kuchen. Als tägliches Stärkungsmittel dienen Aroniasaft und Pulver. Der Saft kann kochend heiß in sterile Flaschen abgefüllt werden, da die Antioxidantien nicht hitzeempfindlich sind. Der Trester aus der Saftgewinnung wird im Dörrgerät getrocknet und als Pulver im Müsli oder als Smoothie-Zutat genossen.

 

 

BERBERITZE/SAUERDORN
(Berberis vulgaris)
Als Saft - mit dem Dampfentsafter hergestellt - sowie als Gelee, Fruchtaufstrich oder Chutney erhält man ein aromatisch-säuerliches Geschmackserlebnis, was mit Birnen oder Äpfeln gemildert werden kann. Getrocknet sind die Beeren ein Powersnack, als Zutat im Müsli oder im Tee eine willkommene Abrundung. Als Essigersatz entfalten die Beeren ihr säuerliches Aroma besonders gut. Mixgetränke mit Pfirsichen im Sommer oder heiß mit Honig im Winter sind aufgrund des hohen Vitamin-C-Gehalts nicht nur erfrischend, sondern auch gesund.

 

BOCKSDORN/GOJI
(Lycium barbarum)
Frische Beeren roh als Zutat in Müsli, Fruchtsalat, Smoothies und Desserts. Getrocknete Beeren über Nacht in Wasser einweichen, danach wie oben verwenden; das Einweichwasser sollte mitverarbeitet werden. Gojibeeren schmecken auch in scharf gewürzten Reis- oder Hirsegerichten.

 

 

BROMBEEREN
(Rubus sectio Rubus)
Nachsaison: Am Waldrand, Hecken und Feldgehölzen sind Brombeeren zu finden. Roh, gedörrt fürs winterliche Müsli oder als Fruchtaufstrich und Kuchen – immer eine Köstlichkeit!

 

 

 

 

HAGEBUTTEN DER KARTOFFELROSE
(Rosa rugosa)
Die dicken und fleischigen Hagebuttenfrüchte (typisch für die Friesengärten an der Nordsee) sind jetzt reif! Hagebuttenmark als Vitamin-Vorrat für den Winter einmachen! Die häufiger verbreitete Heckenrose (Rosa canina) wird demnächst vollreif.

 

 

HERBST-HIMBEERE
(beispielsweise Sorte Autumn Bliss)
Herbst-Himbeeren werden von Augist bis in den Oktober hinein gesammelt. Sie lassen sich leicht in einem naturnah bewirtschafteten Garten im lichten Halbschatten zwischen Obstbäumen ansiedeln und kontrolliert verwildern. Roh und frisch schmecken sie in Fruchtsalate, Müsli, Smoothie oder Joghurt, als Sorbet oder Kuchenbelag. Verarbeitet als Fruchtaufstrich, Marmelade, Gelee, Saft, Sirup, Essig und Likör. Getrocknete Beeren geeignet als Wintervorrat für Müsli oder Smoothie. Getrocknete Blätter als eine der Hauptzutaten von Hausteemischungen.

HEIDELBEERE
(Vaccinium myrtillus)
Nachsaison: In den Mittelgebirgen mit von Natur aus saurem Boden (Schwarzwald, Bayerischer Wald, Taunus, Harz, Erzgebirge) sind Heidelbeeren noch zu finden!  Frisch vom Strauch genascht oder roh mit Zitronensaft und etwas Birnendicksaft angemacht ein Hochgenuss. Ebenso im Müsli, Joghurt, Smoothie oder Fruchtsalat. Als Fruchtsauce zu Pfannkuchen oder als Sorbet. Für den Wintervorrat die Beeren dörren oder als Marmelade, Saft oder Fruchtwein konservieren.

 

 

HOLUNDER
(Sambucus nigra)

Nachsaison! Für ein Holunderbeeren-Gelee wird 1 Liter Holunderbeerensaft mit Zimtpulver, Zitronensaft und Gelierzucker angerührt und aufgekocht. Weiter lassen sich die Beeren zu Marmelade, Kuchen oder Kleingebäck zubereiten. Die süße Holundersuppe wird mit Äpfel oder Birnen und dem Saft aus den Beeren gekocht. Essig und Liköre können mit den Holunderbeeren aromatisiert werden. Holunderbeeren müssen immer erhitzt werden!

 

 

KIRSCHPFLAUME
(Prunus cerasifera)
Nachsaison! Roh und frisch vom Strauch schmecken die Kirschpflaumen am besten. In der Küche lässt sich ein rohköstliches Mus zusammen mit getrockneten Datteln und Aprikosen sowie Rote Beete zubereiten. Aus dem gewonnenen Saft kann ein Fruchtleder hergestellt werden (Saft wird auf ein Schubfach des Dörrgeräts verteilt und ausreichend getrocknet; danach zu Röllchen aufgerollt und ggf. in Rohrzucker gewälzt). Gekochtes Kompott mit Zimt- und Nelkenpulver oder Rote Grütze mit rotem Johannisbeersaft sind die Klassiker. Kuchen und Gebäck gehören natürlich auch dazu. Lecker ist auch ein Kirschpflaumen-Crumble mit Dinkelvollkornmehl und Mandeln. Ein Klecks (vegane) Sahne oder Vanilleeis obendrauf – ein Genuss.

 

KORNELKIRSCHE
(Cornus mas)
Ab Ende August bis ca. Ende September ist Saison: Die vollreifen Früchte (dunkelrot/violett) sind süß und aromatisch! Hellrote Früchte sind noch sauer. Roh zum Naschen, erhitzt zu Fruchtmus, Saft, Marmelade verarbeiten. Das mühsame Pflücken der einzelnen Kirschen ist unnötig, Zweige einzeln über einem unten am Baum ausgelegten Tuch schütteln.

 

 

MAHONIE
(Mahonia aquifolium)
Mahoniensaft wird mit Hilfe eines Dampfentsafters hergestellt. Hieraus kann Gelee, Fruchtsoße mit Zimt und Apfeldicksaft oder Fruchtleder (gedörrte Fruchtsoße) weiter verarbeitet werden. Die wertvollen sekundären Pflanzenstoffe gehen dabei nicht verloren. Auch ein Salat-Dressing mit der Fruchtsoße, Limetten- und Orangensaft sowie Öl und Gewürze ist zusammen mit bitteren Salaten ein exotischer Genuss.

 

 

PREISELBEERE /CRANBERRY
(Vaccinium vitis-idaea)
Die klassische Preiselbeer-Marmelade kann mit derselben Menge Rohrohrzucker eingekocht werden (Das reichlich vorhandene Pektin in den Preiselbeeren sorgt für die richtige Konsistenz). Zusammen mit einer Buchweizengrütze, Räuchertofu und Gewürzen entsteht ein Preiselbeer-Brotaufstrich. Die Dessertsauce wird mit Ahornsirup, Zitrone und Orange hergestellt. Und eine Tomatensauce mit Preiselbeeren ermöglicht ein ganz neues Pastaerlebnis.

 

SANDDORN
(Hippophae Rhamniodes)
Mit der Herstellung eines Vollfrucht-Muses erhält man mit einem leistungsfähigen Mixer eine perfekte Grundlage für ein Sanddorn-Honig-Vollfrucht-Mus oder eine Sanddorn-Quark-Creme. Auch im Smoothie, als Fruchtaufstrich mit Birnen oder als Sanddorn-Orangen-Marmelade schmecken die Beeren lecker. Zusammen mit Möhren und Kürbis wird eine delikate Suppe zubereitet. Auch Saft und Likör lassen sich aus den Beeren hervorragend herstellen.

 

SCHNEEBALL, GEMEINER
(Viburnum opulus)
Die glasig-glänzenden, roten Beeren stehen wie beim nah verwandten Holunder in scheinbaren Dolden. Sie sind essbar, und nicht, wie es in vielen Büchern steht, giftig. Man muss sie lediglich, wie die Holunderbeeren auch, vor dem Verzehr erhitzen. In Russland werden diese Beeren als naturheilkundliches Herzmittel hoch geschätzt.

 

 

 

VOGELBEERE/EBERESCHE
(Sorbus aucuparia)
Aus den bitter-süß-sauren und stark pektinhaltigen Früchten lassen sich in Mischung mit Äpfeln oder Birnen Kompott, Mus, Chutney und Fruchtaufstrich herstellen, pur dienen sie zur Aromatisierung von Sirup oder Likör.

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WEISSDORN
(Crataegus monogyna/laevigata)
Früchte zusammen mit Äpfeln als Fruchtaufstrich einkochen oder als Likör ansetzen. Gedörrte Früchte werden zusammen mit den Blättern und Blüten des Frühlings im s.g. Herz-Tee gedörrt und dann gemischt.

 

 

 

 

EINJÄHRIGE SOMMERGEMÜSEPFLANZEN UND GRÜNE DAUERGÄSTE

 

ACKERHELLERKRAUT
(Thlaspi arvene)
Blätter und Triebspitzen als Zutat in Salat, für Kräuterquark, Aufstriche und Pesto. Oder als pikante Würze in Rührei oder Omelette. Knospige Blütenstände schmecken fast wie Brokkoli und können in Öl gedünstet und mit Zitronensaft und Tamarisauce als Gemüse gegessen werden. Blüten als essbare Dekoration.

 

 

 

 

BACHBUNGE
(Veronica beccabunga)
Blätter und Triebspitzen kommen als Zutat in den Mischsalat oder werden als Aufstrich oder Dip weiterverarbeitet.

 

 

 

BEHAARTES SCHAUMKRAUT
(Cardamine hirsuta)
Das Behaarte Schaumkraut gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse. Es ist eine einjährige, krautige Pflanze mit grundständiger Blattrosette; ihre Fiederblätter sind verkehrt eiförmig. Es schmeckt schön scharf wie Kresse und eignet sich hervorragend als Salatzutat, in den Kräuterquark oder pur aufs Butterbrot.

 

 

BRENNNESSEL(SAMEN)
(Urtica dioica)
Noch ist Saison mit den wertvollen Samen! Getrocknet sind diese ein idealer Vorrat für den Winter. Pesto aus Brennnessel-Samen ist eine urgesunde Delikatesse.
Sonst bitte nur noch die oberen Triebspitzen (ca. 5 cm) sammeln, auch gerne mit den Blüten, wo vorhanden. Als gesunde Zutat im Grünen Smoothie verwenden, ebenso als schmackhafter Wildspinat, als deftiger Kuchen sowie als Zutat in Suppen und Eintöpfen.

 

BRUNNENKRESSE
(Nasturtium officinale)
Bitte nur in klaren und vor allem sauberen Gewässern Brunnenkresse sammeln. Die zarten Blätter und Triebspitzen schmecken im Salat, Kräuterquark oder auf dem Brot.

 

 

 

FRANZOSENKRAUT (Kleinblütiges Knopfkraut)
(Galinsoga parviflora)
Das Kraut der froschgrünen Pflanzen mit ihren behaarten Blättchen und den kleinen Korbblüten (goldgelber „Knopf“ mit weißen Blütenblättern) ist besonders reich an Eisen. Kraut und Blüten schmecken im Salat, als Pesto oder als Gemüse. Franzosenkraut gedeiht oft auf Gemüse-, Mais- und Kartoffelbeeten.

 

 

GÄNSEBLÜMCHEN
(Bellis perennis)
Die nussig schmeckenden Blüten sind essbare Dekoration, Zutat im Salat oder kommt getrocknet in eine Hausteemischung. Aus den Blütenknospen können „Kapern“ eingelegt werden. Aus den Blattrosetten wird ein Salat gemacht.

 

 

 

GÄNSEDISTELN
Raue Gänsedistel (Sonchus asper)
Acker-Gänsedistel (Sonchus arvensis)
Die Blätter kommen frisch und roh als Zutat in den Salat, ins Gemüse oder in den Grünen Smoothie. Ältere Blätter werden wie Spinat gedünstet. Die Knopsen können wie Kapern in Essig eingelegt werden und ergeben so ein leckeres Antipasti. Die aufgeblühten Blüten sind eine essbare Dekoration. Eine Spezialität ist auch der Gänsedistel-“Cannelloni“-Auflauf aus den dicken Stängeln größerer Exemplare.

 

GIERSCH
(Aegopodium podagraria)
Zur Pflege der Gierschbestände ist eine Mahd mit der Sense oder einer Sichel angebracht. Allerdings wachsen zarte grüne Gemüseblättchen nur bei ausreichender Wasserversorgung nach. Unter Umständen ist also ein Wässern der Giersch-Gemüsebeete erforderlich. Nur die oberen Blätter und die Blüten sind als Beimischung im Salat und als „Spinat“-Gemüse ein Genuss! Besonders ist der Basensaft zu empfehlen. Milchsauer eingelegter Giersch ist ein traditionelles Rezept aus Russland.

 

 

GUNDERMANN/GUNDELREBE
(Glechoma hederacea)
Triebe mit Blättchen sind eine aromatische Gewürzzutat in Saucen, Dips und Salaten und schmecken als Zutat im Wildkräuter-Wasser. Der relativ hohe Anteil an ätherischen Ölen und Bitterstoffen macht sie in kleinen Mengen auch zu einer idealen Zugabe zu Süßspeisen in der Verwendung als süßes Pesto. Pur und als alleinige Zutat schmecken diese jedoch zu intensiv. Die Blüten sind essbare Dekoration.

 

 

HIRTENTÄSCHEL, Gewöhnliches
(Capsella bursa-pastoris)
Die Blätter und Blüten schmecken würzig-scharf und machen sich sehr gut in einem Dip, als Salatzugabe oder als essbare Dekoration. Hirtentäschel ist ein weit verbreitetes Ackerbeikraut und ist oft auf frisch umgesetzten Gartenbeeten oder auf Brach- und Ödland zu finden. Es schmeckt wie Rucola – was vor allem an den scharf schmeckenden Senfglykosiden liegt. Jetzt können auch die Samenschoten geernet werden.

 

 

 

 

 

 

INDISCHES SPRINGKRAUT
(Impatiens glandulifera)
Duftende Blüten gibt es teilweise noch. Sie sind geeignet für Kaltwasserauszüge zur Herstellung von Sirup, Limonaden, Gelee. Die Blüten als essbare Dekoration nur in kleinen Mengen nutzen.
Die Samensaison beginnt Ende August, Hochsaison ist dann bis Oktober! Am einfachsten sammelt man die nussig schmeckenden Samen mit einem Becher, den man unter die Samenkapsel hält und mit einer kleinen Bewegung die „Explosion“ auslöst.

 

 

KOHLDISTEL (Sumpf-Kohldistel)
(Cirsium oleraceum)
Blätter, Treibspitzen, Blüten sind lecker im Grünen Smoothie oder gedünstet als „Spinat“-Gemüse.

 

 

 

 

LABKRAUT (WIESEN-)
(Galium mollugo)
Die Pflanze wächst als mehrjährige Staude und überwintert mit kurzen dunkelgrünen Trieben, an welchen die quirlständigen Blättchen dichtgedrängt stehen. Man erntet die Blätter und Triebspitzen und verwendet diese als Zutat im Salat, als essbare Dekoration oder im Smoothie.

 

 

 

LÖWENZAHN
(Taraxacum)
Die Blätter sind eine  gesunde Zutat im Salat oder für Pesto. Die wertvollen Bitterstoffe machen den Löwenzahn zu einem „Entgiftungskraut“ oder neudeutsch zu einer „Detox-Pflanze“.

 

 

 

MELDE oder WEISSER GÄNSEFUSS
(Chenopodium album)
Nachsaison: Der wilde Spinat ist auf Mais-, Kartoffel- oder Gemüsefeldern sowie auf Brachland noch zu finden. Blätter und Triebspitzen schmecken als „Spinat“. Der im Rezeptteil beschriebene Brennnessel-Kuchen kann alternativ auch mit Melde zubereitet werden.

 

 

PERSISCHER EHRENPREIS
(Veronica persica)
In der Nachbarschaft der Vogelmiere ist auf humosen Gartenbeeten, dem Kompost oder am Wegrand der Persische Ehrenpreis mit seinen leuchtend hellblauen Blütchen meist nicht weit weg. Auch hier kann man nun die Triebspitzen ernten und als Salatzutat genießen.

 

 

ROTER WIESEN-KLEE
(Trifolium pratense)
Gezupfte Blüten kommen als Beimischung im Salat oder als essbare Dekoration auf Desserts. Auch ein Tee kann aufgegossen werden. Hinweis: Roter Klee enthält Phyto-Östrogene.

 

 

 

SCHAFGARBE (WIESEN-)
(Achillea millefolium)
Zarte Schafgarbenblätter (nach einer Mahd) und die Blüten sind eine köstliche Bereicherung im Salat sowie eine wertvolle Zutat im Grünen Smoothie -  oder werden als Tee (frisch oder getrocknet) getrunken. Sie überwintert mit zarten, dunkelgrünen Blättern. Die Schafgarbe ist eine altbewährte Heilpflanze und wird zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden und zur allgemeinen Kräftigung eingesetzt. Die Wirkung ist wohl auf ihren Gehalt an Gerb- und Bitterstoffen sowie weiteren sekundären Pflanzenstoffen wie Flavonoiden, Vitaminen und Mineralien zurückzuführen. Lecker schmeckt eine Schafgarbenbutter.

 

SPITZWEGERICH/BREITWEGERICH
(Plantago lanceolata)/(Plantago major)
Die Blätter kommen in den Salat oder in den Smoothie oder als Beigabe zu einem Gemüsegericht. Spitzwegerich kann auch getrocknet als Hustentee (zum Trocknen und als Vorrat) verarbeitet werden.
Die Samen werden von August bis Oktober geerntet. Sie sind nahrhaft und schmecken nussig.

 

 

VOGELMIERE
(Stellaria media)
Die Triebe schmecken wunderbar mild nach Erbsen und ergeben einen schmackhaften Salat oder kommen in den Grünen Smoothie. Kleingeschnitten schmecken sie im Kräuterquark oder als deftiger Brotaufstrich. Als Zutat in die Gemüsesuppe oder wie Spinat gekocht. Eine Handvoll frischer Triebspitzen als Teeaufguss regt die Nieren an.

 

 

WALD-ENGELWURZ
(Angelica sylvestris)
Die Blüten eignen sich als würzende Zutat in Salate, Suppen und Eintöpfe. Getrocknet sind Blätter und Triebe eine schmackhafte Zutat in Würzmischungen.

 

 

 

WALD-ZIEST
(Stachys sylvatica)
Das Wald-Gemüse mit Pilzgeschmack wird mit jungen Blättern als Blattgemüse oder Suppeneinlage zubereitet.

 

 

 

 

WASSERLINSE, Kleine
(Lemna minor)
Nachsaison! Roh als Einlage in einer Gemüsesuppe oder einer Gazpacho, aufs Brot, in Dips oder als Beimischung in Salaten. Grundsätzlich als essbare Dekoration großzügig und vielseitig einsetzbar! Mit „echten“ Linsen zusammen wird ein leckeres indisches Linsengericht zubereitet.

 

 

WIESEN-BÄRENKLAU
(Heracleum sphondylium)
Blätter und Blattstängel werden als gedünstetes Gemüse "wie Spinat", im Rührei oder auch roh im Salat verarbeitet. Junge Blattstängel werden pur als Rohkost oder Fingerfood mit Dip gegessen – oder ganz asiatisch im Wok gegart. Die Wurzelernte beginnt im September.

 

 

WILDE MÖHRE
(Daucus carota)
Nachsaison: Blätter & Stängel der Wilden Möhre riechen deutlich nach „Möhre“ und schmecken petersilienartig. Blätter & Blüten kommen in Salat, Smoothies, Frischpflanzensäften oder als Gemüsezutat. Die Blüten werden in Teig ausgebacken.
Hautptsaison: Die Samen können nun als Gewürz verwendet werden. Um eine Verwechslungsgefahr mit andern, leider giftigen Doldenblütengewächse zu vermeiden: Unter dem Blütenstand steht ein Kranz fein verzweigter Blättchen, bei anderen Doldenblütlern fehlt dieser. In dem bereits aufgeblühten Blütenstand ist meist (nicht immer) ein dunkler Punkt zu erkennen. Verblühende Blütenstände und solche die bereits Samen tragen, weisen eine Trichterform auf, sind also nicht flach oder kugelig wie bei anderen Doldenblütlern. An Pflanzen, bei denen die erste, mittige Blüte schon in diesem Entwicklungsstadium angekommen ist, kann man die zarten, noch nicht erblühten Blütenknospen der Seitentriebe als Gemüse- oder Salatzutat ernten.

 

WURZELZEIT

WEGWARTE
(Cichorium intybus)
sowie
LÖWENZAHN
(Taraxacum officinales)
Die getrockneten Wurzeln werden zerkleinert und geröstet,anschließend fein gemahlen und als Kaffee aufgebrüht. Sie ergeben dann den traditionellen Kaffeeersatz „Muckefuck“.

 

 

 

UND BALD BEGINNT DIE NUSSIGE FÜLLE MIT ...

HASELNUSS
(Corylus avellana)
Die Nüsse möglichst roh genießen. Aus gemahlenen Haselnüssen lässt sich vielerlei Kuchen und Gebäck backen. Zusammen mit Zwiebeln, Öl und Gewürzen kann ein deftiger Brotaufstrich hergestellt werden. Ein wertvolles Öl wird aus 2 bis 2,5 kg Haselnusskernen gepresst; dies muss unbedingt kühl und dunkel gelagert werden. Die Haselnuss-Sauce mit Sahne, Gewürzen und Knoblauch bietet eine vegetarische Alternative für Pastagerichte. Ein gesunder, rohköstlicher Aufstrich entsteht zusammen mit („Demeter“)Honig und frisch gemahlenen Nüssen. Oder ganz einfach geröstet und pur geknabbert. Diese Variante kann auch über Salate oder Desserts gestreut werden.

WALNUSS
(Juglans regia)
Die frisch geknackten und roh zu verzehrenden Nüsse sind am besten! Jeden Tag eine Nuss halten das Gehirn und Nerven fit. Ein „Studentenfutter“ lässt sich mit Haselnüssen, Rosinen und anderen wilden Trockenfrüchten (Gojibeere, Aronia, Maulbeere) einfach und schnell herstellen. Die Weiterverarbeitung in Form von klein gemahlenen oder fein gehakten Nüssen für alle Arten von Gebäck, Brot oder Kuchen ist vielen bekannt. Ebenso eignen sich die Nüsse als Topping für das Müsli oder auf den winterlichen Salat. Auch Saucen für Pasta, Reis und Kartoffeln lassen sich herstellen. Ein süßer Brotaufstrich zusammen mit Honig oder ein deftiger Aufstrich mit Zwiebeln, Knoblauch und Gewürzen sind besonders schmackhaft (die Walnüsse kommen dazu in den Fleischwolf).

SOMMERLINDE (NÜSSE)
(Tilia platyphyllos)
Die jungen Früchte eignen sich zur Herstellung von Antipasti. Dafür legen Sie sie in Estragonessig oder Öl ein. Die Früchte, kleine runde Nüsschen, enthalten 20-28 % fettes Öl und eignen sich daher auch zur Gewinnung von Öl. Die Ernte und Verarbeitung der Nüsschen in einer Ölmühle ist allerdings zeitaufwändig.

ESSKASTANIEN
(Castanea sativa)
In Baden und in der Pfalz wachsen diese schönen Bäume oft massenhaft im Wald, im Tessin und in Südtirol sind sie fester Bestandteil der Volkskultur. Ansonsten muss man im nächsten Schlosspark schauen oder einfach selbst einen Baum pflanzen! Für alle Gerichte müssen die Früchte erst geschält werden, in dem man sie mit einem scharfen, spitzen Messer kreuzweise einritzt und im Backofen eine Viertelstunde röstet. Geschält sind sie schon pur als „Heiße Maroni“ ein Genuss. Sie können nun auch zu Gemüsegerichte und Püree oder als Füllung für Fleischgerichte weiterverarbeitet werden. Ein süßes, glutenfreies Brot mit Rosinen und Pinienkerne ist in Italien eine Spezialität; auch ein „klassisches“ Brot mit Dinkelmehl und Hefeteig schmeckt köstlich. Ebenso ein traditionelles Gebäck („Vermicelli“), mit Milch, Honig und Rum. Ein Chutney mit Fenchel, Zwiebel, Sherry und Apfelessig ist eine köstliche Beilage zu Reisgerichten. Ein Maronenaufstrich mit Sahne, Datteln und Kakao ist etwas für Leckermäuler.

 

♦ AKTUELLER STAND DER SAMMELLISTE: 9. September 2019

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