Aktuelle Sammelliste der essbaren Wildpflanzen in der freien Natur

 

♦ AKTUELLER STAND DER SAMMELLISTE: 13. November 2019
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NACHSAISON BEI DEN HERBSTLICHEN WILDFRÜCHTEN

 

HAGEBUTTEN DER HUNDSROSE
(Rosa canina)
NACHSAISON! Die Hagebutten von Stiel und Butzen befreien, in einem Topf mit etwas Wasser kurz erhitzen und durch eine „Passavite“ drehen. Falls notwendig danach noch durch ein feineres Sieb drücken. Das Ergebnis der Arbeit: Hagebuttenmark als Vitamin-Vorrat für den Winter!

 

 

MISPEL
(Mespilus germanica)
Saisonstart bei der Mispel – je nach Lage! Bei der Mispel darf man bis in den späten Herbst mit der Ernte warten – also sogar noch bis zum ersten Wintereinbruch mit Boden- und Luftfrost (in 2 Meter Höhe die Temperatur mindestens -2 oder -3 Grad Celsius). Dann erst werden die Früchte teigig weich und können auch roh verzehrt; sie sollten dann aber auch schnellst möglichst abgeerntet werden. Aus den Früchten lassen sich ein klassisches Mispel-Mus oder ein Mispel-Birnen-Mus (wie Apfel-Mus) herstellen; mit Quitten zusammen eine Mispel-Quitten-Marmelade. Auch für Chutneys eignen sie sich hervorragend.

 

 

SCHLEHE
(Prunus spinosa)
Aus vollreifen Früchten lassen sich Saft, Likör, Wein, Essig und Fruchtaufstriche (etwa in Kombination mit Äpfel und Holunderbeerensaft) herstellen. Rohe und reife Schlehen in Gläsern in gesättigte Salzlake einlegen und im Kühlschrank 4-6 Wochen ziehen lassen. Danach werden die schwarzen „Oliven“ zusammen mit mediterranen Gewürzen und Knoblauch in Olivenöl eingelegt. Schlehensaft gilt als Stärkungsmittel bei der Rekonvaleszenz. Die Gerbstoffe mit ihrer zusammenziehenden Wirkung helfen bei Durchfall oder Entzündungen im Mund- und Rachenraum.

 

WACHOLDER-BEEREN
(Juniperus)
Sie sind schmackhaftes Gewürz für Eintöpfe, Suppen und Sauerkraut. Und zum Räuchern sind sie auch fein...

 

 

 

 

 

WURZELZEIT

GROSSE KLETTE
(Articum lappa)
Die Ernte der Wurzeln sollte erst ab Ende Oktober erfolgen, wenn die Pflanze ihre Kräfte in den Wurzeln sammelt. Dann ist der Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen am höchsten. Wichtig ist, die Wurzel von Pflanzen im ersten Wuchsjahr zu ernten (die Blüte erfolgt erst im zweiten Jahr, danach stirbt die Pflanze). Eine einjährige Große Klette erkennt man daran, dass an ihr nur die charakteristischen Blätter zu sehen sind, jedoch keine aufstrebenden Triebe mit Blüten oder Samenständen. Dann ist ihre Wurzel noch zart und nicht verholzt. Je nach Standort (wenig Licht) kann es aber auch sein, dass die Pflanze zwei Jahre benötigt, bis sie ausreichend Stärke in die Wurzel eingebaut hat, um die Blüten im kommenden Jahr treiben zu lassen.

 

 

WILDE MÖHRE
(Daucus carota)
PASTINAKE
(Pastinaca sativa)
Die Speicher-Wurzeln der einjährigen Pflanzen werden als Wildgemüse verwendet (Gemüsegerichte, Suppen, Eintöpfe). Doch Achtung: Es handelt sich um Gewächse aus der Familie der Doldenblütler, in welcher auch stark giftige Arten vorkommen. Daher sollten nur erfahrene Sammler ans Werk gehen.

WALD-ENGELWURZ
(Angelica sylvestris)
Die Wurzeln der einjährigen Pflanzen werden zur Herstellung des für den Magen-Darm-Traktes sehr heilsamen Likörs genutzt. Der Engelwurz-Sirup kann für Limonade oder Desserts verwendet werden. Außerdem kann zusammen mit anderem Wurzelgemüse eine leckere Suppe gekocht werden.

NELKENWURZ
(Geum urbanum)
Die getrocknete Wurzel wird im Mörser pulverisieren. Sie ist ein traditioneller Nelken-Ersatz. Ideale würzende wilde  Zutat im Punsc

NACHTKERZE
(Oenothera biennis)
Die Wurzel der Nachtkerne wird auch „Schinkenwurz“ genannt. Die Wurzel der einjährigen Pflanzen schmeckt angenehm würzig und kann roh zum Beispiel im Salat oder zum Vesper gegessen werden.

 

 

 

WEGWARTE
(Cichorium intybus)
LÖWENZAHN
(Taraxacum officinales)
Die getrockneten Wurzeln werden zerkleinert und geröstet. Sie ergeben dann den traditionellen Kaffeeersatz „Muckefuck“.

 

GRÜNE DAUERGÄSTE - AUCH IM WINTER

BACHBUNGE
(Veronica beccabunga)
Blätter und Triebspitzen kommen als Zutat in den Mischsalat oder werden als Aufstrich oder Dip weiterverarbeitet.

 

 

 

BARBARAKRAUT
(Barbarea vulgaris)
Barbarakraut, auch Winterkresse genannt, liefert auch im Winter frisches und vitaminreiches Grün. Das Kraut hält Temperaturen bis etwa -25 °C stand. Das Kraut gehört zu den Kreuzblütlern (Brassicaceae) und schmeckt kresseartig scharf und senfähnlich. Es ist reich an Vitamin C und Senfölglykosiden und unterstützt damit unser Immunsystem in der kalten Jahreszeit. Solange es nicht mit Schnee bedeckt ist, lassen sich den ganzen Winter hindurch seine jungen Blätter sammeln – und einfach aufs Butterbrot streuen. Die Blätter der bodennahen Rosette sind gestielt, ganzrandig und gefiedert; ein Blatt ist in drei bis fünf Paare länglicher Fiederblättchen und ein deutlich größeres, rundliches, oft herzförmiges Endblättchen unterteilt.  Man findet das Barbarakraut auf feuchten, brachliegenden Äckern, an Wegrändern, Bachufern, Kiesgruben und in Gräben. Die Blätter eignen sich gut für Pesto, Kräuterquark und -butter sowie als würzende Zutat in Gemüsegerichten, Suppen, Eintöpfen und Saucen.

 

BEHAARTES SCHAUMKRAUT
(Cardamine hirsuta)
Das Behaarte Schaumkraut gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse. Es ist eine einjährige, krautige Pflanze mit grundständiger Blattrosette; ihre Fiederblätter sind verkehrt eiförmig. Es schmeckt schön scharf wie Kresse und eignet sich hervorragend als Salatzutat, in den Kräuterquark oder pur aufs Butterbrot.

 

 

BRUNNENKRESSE
(Nasturtium officinale)
Bitte nur in klaren und vor allem sauberen Gewässern Brunnenkresse sammeln. Die zarten Blätter und Triebspitzen schmecken im Salat, Kräuterquark oder auf dem Brot.

 

 

 

BROMBEERBLÄTTER
NELKENWURZBLÄTTER
GOLDNESSELBLÄTTER

Ideal für den winterlichen Smoothie: Die Blätter haben allerdings keinen starken Eigengeschmack, d.h. das jeweilige Obst, eine Zitrone oder ein Stück Ingwer kommen geschmacklich deutlicher durch. Doch der Vorteil liegt auf der Hand: Das Wintergrün ist eine hervorragende Quelle für frisches, belebendes Chlorophyll, Mineralien und Spurenelemente.

 

 

GÄNSEBLÜMCHEN-BLÄTTER
(Bellis perennis)
Die Blätter der Blattrosette als Zutat in den Wintersalat wie Feldsalat oder Endivie oder im Smoothie mit Gurke, Banane, Zitrone, Apfel und Birnendicksaft. Der kräftig-nussige Eigengeschmack wird durch die Zubereitung des Salates mit einem guten Walnuss- oder Haselnussöl und Himbeeressig noch unterstrichen.

 

 

 

GUNDERMANN/GUNDELREBE
(Glechoma hederacea)
Triebe mit Blättchen sind eine aromatische Gewürzzutat in Saucen, Dips und Salaten und schmecken als Zutat im Wildkräuter-Wasser. Ähnlich der Goldnessel überwintert diese immergrüne Pflanze auch mit ihren Ranken, welche sich schnell wieder neu bewurzeln und ganze Teppichpolster bilden können. Der relativ hohe Anteil an ätherischen Ölen und Bitterstoffen macht sie in kleinen Mengen zu einer idealen Zugabe zu Smoothies oder Gewürzkraut an Salaten. Pur und als alleinige Zutat schmecken diese jedoch zu intensiv.

 

 

 

 

HIRTENTÄSCHEL, Gewöhnliches
(Capsella bursa-pastoris)
Die Blätter und Blüten schmecken würzig-scharf und machen sich sehr gut in einem Dip, als Salatzugabe oder als essbare Dekoration. Hirtentäschel ist ein weit verbreitetes Ackerbeikraut und ist oft auf frisch umgesetzten Gartenbeeten oder auf Brach- und Ödland zu finden. Es schmeckt wie Rucola – was vor allem an den scharf schmeckenden Senfglykosiden liegt.

 

 

 

 

 

 

KLEINE TAUBNESSEL
(Lamium purpureum)
Die kleine Taubnessel blüht auch mitten im Winter. Man findet das violette Blümchen oft als Begleitkraut in winterlichen Feldsalatbeeten oder Rabatten. Typisch – wie bei den großen Verwandten auch – ist der vierkantige Stängel und die Form der Blüten. Die Triebspitzen der kleinen Taubnessel sind oft violett-grünlich gefärbt. Diese Triebspitzen kann man ganz ernten und in Salatenals Beigabe oder im winterlichen Smoothie genießen.

 

 

KNOBLAUCHSRAUKE
(Alliaria petiolata)
Die zarten und aromatischen Blättchen der jungen Pflanze der Knoblauchsrauke sind frosthart. Die runden Blätter sind einzeln gestielt und zeichnen sich durch den charakteristischen, gewellten Blattrand aus. Man findet sie jetzt in der Laubstreu an lichten Stellen oder am Rand von Laub- und Mischwäldern. Sie schmecken als Bereicherung im Salat, und wer viel davon findet, kann zusammen mit Walnüssen, Knoblauch, Salz und Pfeffer sowie Olivenöl ein köstliches Pesto daraus zubereiten.

 

 

LABKRAUT (WIESEN-)
(Galium mollugo)
Die Pflanze wächst als mehrjährige Staude und überwintert mit kurzen dunkelgrünen Trieben, an welchen die quirlständigen Blättchen dichtgedrängt stehen. Man erntet die Blätter und Triebspitzen und verwendet diese als Zutat im Salat, als essbare Dekoration oder im Smoothie.

 

 

 

LÖWENZAHN
(Taraxacum)
Löwenzahn überwintert mit einer zum Teil immergrünen bodenständigen Blattrosette. Diese kann man im Winter am leichtesten mit einem kurzen Messer ernten, indem man die ganze Blattrosette aussticht, draußen nur grob säubert, um später in der Küche die Blätter unter fließendem Wasser zu vereinzeln und gründlich zu waschen. Das wertvolle Wintergrün genießt man am besten roh im Smoothie, als frisches Pesto oder als Salatzugabe. Die Bitterstoffe regen hervorragend die Entgiftung an!

 

 

SCHAFGARBE (WIESEN-)
(Achillea millefolium)
Ihre Bitterstoffe regen die Entgiftung an! Die Blätter als Zugabe in den Mischsalat oder ind en Grünen Smoothie. Sie überwintert mit zarten, dunkelgrünen Blättern, welche dank ihrer schmalen und länglichen Form sowie der Feingliedrigkeit auch als “Augenbrauen” bezeichnet werden. Die Blätter stehen im Winter in dichten Büschelchen, ca. 3 bis 5 cm hoch und können an manchen Standorten auch ganze Polster bilden. Die Schafgarbe ist eine altbewährte Heilpflanze und wird zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden und zur allgemeinen Kräftigung eingesetzt.

VOGELMIERE
(Stellaria media)
Die Triebe schmecken wunderbar mild nach Erbsen und ergeben einen schmackhaften Salat oder kommen in den Grünen Smoothie. Kleingeschnitten schmecken sie im Kräuterquark oder als deftiger Brotaufstrich. Als Zutat in die Gemüsesuppe oder wie Spinat gekocht. Eine Handvoll frischer Triebspitzen als Teeaufguss regt die Nieren an.

 

 

 

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Ein Korbvoller Hagebutten der Heckenrose