Aktuelle Sammelliste der essbaren Wildpflanzen in der freien Natur

 

♦ AKTUELLER STAND DER SAMMELLISTE: 23. Juli 2019

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ESSBARE DUFTPFLANZEN

 

INDISCHES SPRINGKRAUT
(Impatiens glandulifera)
Duftende Blüten sind geeignet für Kaltwasserauszüge zur Herstellung von Sirup, Limonaden, Gelee. Die Blüten als essbare Dekoration nur in kleinen Mengen nutzen. Erst im August sind die Samen zu ernten.

 

 

 

LABKRAUT (ECHTES)
(Galium verum)
Die gelblich-grünen Blütenstände stehen nun auf mageren Wiesen in voller Blüte. Verwendung ebenso wie beim weiß blühenden Wiesen-Labkraut – siehe unten.

 

 

 

LABKRAUT (WIESEN-)
(Galium mollugo)
Man erntet Blätter, Triebspitzen und Blüten und verwendet diese als Zutat im Salat, als essbare Dekoration oder im Smoothie. Kaltwasserauszüge werden für die Herstellung von Sirup und Limonaden genutzt. Sahne oder Pudding können mit den Blüten aromatisiert werden. Diese werden einfach zuvor in die (Pflanzen-)Milch oder Sahne eingelegt, bevor es zur Weiterverarbeitung kommt. Foto: Wiesen-Labkraut mit Blättern des Wiesen-Bärenklaus dazwischen.

 

MÄDESÜSS
(Filipendula ulmaria)
Bald beginnt die Blütensaison! Getrocknet als Tee-Zutat, als Kaltwasserauszug ideal zur Herstellung von Sirup, Limonaden, Gelee. Jetzt ist immer noch der ideale Zeitpunkt, um die kräftigen, silbrig-grünen Blätter für die Herstellung von Tee zu Sammeln.

 

 

 

ROSENBLÜTEN/WILDROSENBLÜTEN
Rosa canina
Rosa rubiginosa
Rosa rugosa
Die Damaszener Duftrosen, alte englische Sorten aber auch die wilden Hundsrosen sowie die Kartoffelrosen können betörend riechen. Getrocknet als Schmuckdroge für Tees; Kaltwasserauszüge als Grundlage für Rosengelee. Spezialität: verzuckerte Rosenblütenblätter.

 

 

 

ESSBARE BLÜTEN AUS GARTEN UND FELDRAND

 

JOHANNISKRAUT, ECHTES
(Hypericum perforatum)
Für die „Rotöl-Herstellung“ werden Blüten und Blätter der Triebspitzen mit einem guten Olivenöl übergossen. Dann bleibt die Mischung 2 Wochen an einem hellen, warmen Ort stehen. Das Öl wird dann rotbraun. Für eine Tinktur zur innerlichen Einnahme werden vor allem die im Hochsommer gesammelten Blüten verwendet, denn der depressionslindernde rote Wirkstoff Hypericin ist vor allem in den Blüten enthalten. Für einen Johanniskraut-Tee werden ein bis zwei Teelöffel des Krautes auf eine Tasse wird mit kochendem Wasser übergossen und 5 bis 10 Minuten durchgezogen.

 

 

 

 

 

 

MALVEN
Wilde Malve (Malva sylvestris)
Weg-Malve (Malva neglecta)
Die Blüten weisen einen hohen Gehalt an Schleimstoffen auf. Die Blüten beider Arten sind eine essbare Dekoration. Doch nicht nur die Blüten, die getrocknet in Teemischungen zu entdecken sind, sondern auch die Blätter, Knospen und Früchte (jedoch nicht die Stängel!) sind sowohl roh als auch gekocht essbar und schmecken dazu köstlich.

 

 

NACHTKERZE
(Oenothera biennis)
Blüten und Blütenknospen schmecken mild. Als Essbare Dekoration für Salate oder Desserts. Knospen als wie „kapern“ einmachen und als Anti-Pasti essen.

 

 

 

STEINKLEE
(Melilotus officinalis)
Frisch und roh passt Steinklee als Zutat zum Salat oder gemischt in den Kräuteraufstrich. Die getrockneten Blätter und Blüten sind ein aromatisches Gewürz für alle Arten von Desserts sowie von Limonade, Likör oder Tee. Die Blüten duften nach Honig (und die Bienen lieben sie!), die frischen Blätter schmecken dagegen scharf und bitter. Beim Trocknen von Steinklee wird Cumarin (ein aromatischer, sekundärer Pflanzenstoff) freigesetzt. Dieser Duft erinnert an Waldmeister und Heu.

 

 

 

 

 

 

 

TAGLILIE, GELBE
(Hemerocallis lilioasphodelus)
IMMER NOCH NACHSAISON! Die Blüten der scharf-würzigenTaglilien können als essbare Dekoration auf Salate, Dips oder auch auf Desserts verwendet werden.

 

 

 

 

 

ERSTE SOMMERLICHE WILDFRÜCHTE

 

FELSENBIRNE
(Amelanchier ovalis)
Die kleinen, süßen Früchte sind schon dunkelrot bis violett und schmecken als Rohkost direkt vom Busch besonders gut. Die Beeren lassen sich wie anderes Beerenobst auch zu vielerlei Produkten wie Marmelade und Desserts verarbeiten.

 

 

 

HIMBEERE
(Rubus idaeus)
Roh und frisch in Fruchtsalate, Müsli, Smoothie oder Joghurt, als Sorbet oder Kuchenbelag. Verarbeitet als Fruchtaufstrich, Marmelade, Gelee, Saft, Sirup, Essig und Likör. Getrocknete Beeren geeignet als Wintervorrat für Müsli oder Smoothie. Getrocknete Blätter als eine der Hauptzutaten von Hausteemischungen.

 

 

HEIDELBEERE
(Vaccinium myrtillus)
In den Mittelgebirgen mit von Natur aus saurem Boden sind diese nun zu finden! (Schwarzwald, Bayerischer Wald, Taunus, Harz, Erzgebirge). Frisch vom Strauch gnascht oder roh mit Zitronensaft und etwas Birnendicksaft angemacht ein Hochgenuss. Ebenso im Müsli, Joghurt, Smoothie oder Fruchtsalat. Als Fruchtsauce zu Pfannkuchen oder als Sorbet. Für den Wintervorrat die Beeren dörren oder als Marmelade, Saft oder Fruchtwein konservieren.

 

 

 

JOHANNISBEERE, ROTE UND SCHWARZE
(Ribes rubrum/Ribes nigrum)
Jetzt beginnt die Beerensaison! Aus den Beeren werden Marmelade, Gelee, Likör, Kuchen oder Desserts zubereitet.

 

 

 

 

MAULBEERE
(Morus nigra, Morus alba, Morus rubra)
Als Parkbaum öfter anzutreffen: Weiße und schwarze Maulbeeren schmecken zuckersüß. Ideal zum Dörren, später als natürliches Süßungsmittel. Auch als Marmelade, Fruchtsoße, Dessert oder Rohverzehr.

 

 

 

STACHELBEERE
(Ribes uva-crispa)
Stachelbeeren schmecken frisch vom Strauch, können aber auch in der Küche vielfältig verarbeitet werden: als Rohkost in Smoothies, rohen Fruchtaufstrichen sowie als Fruchtleder. In der klassischen Küche locken Stachelbeerkuchen, Marmelade und Kompott. Aufgrund der ausgeprägten Fruchtsäure sind Stachelbeeren eine gute Grundzutat für Chutneys.

 

 

VOGELKIRSCHE
(Prunus avium)
Frisch vom Baum schmecken die Früchte am besten. Ernten sollte man sie mit dem Stiel, so läuft der Saft nicht aus. Kuchen, Aufläufe, Saft, Likör, Chutney, Gelee oder Fruchtaufstrich – dies alles lässt sich aus den süßen Früchten herstellen. Entsteinte und getrocknete Kirschen als Vorrat für das Müsli oder als Nascherei.

 

 

WALD-ERDBEERE
(Fragaria vesca)
Die einheimische Urform der Erdbeere schmeckt besonders aromatisch. An sonnigen Waldrändern und an lichten Stellen im Wald leuchten nun die kleinen, süßen Früchtchen und verlocken zu einem besonderen Genuss.

 

 

 

>> Und in Kürze werden auch Brombeeren und Kirschpflaumen reif! 🙂

 

EINJÄHRIGE SOMMERGEMÜSEPFLANZEN UND GRÜNE DAUERGÄSTE

 

ACKERHELLERKRAUT
(Thlaspi arvene)
Junge Blätter und Triebspitzen als Zutat in Salat, für Kräuterquark, Aufstriche und Pesto. Oder als pikante Würze in Rührei oder Omelette. Knospige Blütenstände schmecken fast wie Brokkoli und können in Öl gedünstet und mit Zitronensaft und Tamarisauce als Gemüse gegessen werden. Blüten als essbare Dekoration.

 

 

 

 

 

 

BACHBUNGE
(Veronica beccabunga)
Blätter und Triebspitzen kommen als Zutat in den Mischsalat oder werden als Aufstrich oder Dip weiterverarbeitet.

 

 

 

BEHAARTES SCHAUMKRAUT
(Cardamine hirsuta)
Das Behaarte Schaumkraut gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse. Es ist eine einjährige, krautige Pflanze mit grundständiger Blattrosette; ihre Fiederblätter sind verkehrt eiförmig. Es schmeckt schön scharf wie Kresse und eignet sich hervorragend als Salatzutat, in den Kräuterquark oder pur aufs Butterbrot.

 

 

BRENNNESSEL
(Urtica dioica)
Jetzt nur noch die oberen Triebspitzen (ca. 5 cm) der Brennnesseln sammeln, auch gerne mit den Blüten. Diese kommen als Zutat in den in den grünen Smoothie oder werden wie „Spinat“ gedünstet. Eine Delikatesse ist der wilde Brennnessel-Kuchen (Quiche) mit Schafskäse oder die Brennnessel-Kartoffel-Suppe (siehe auch Genaueres unter Rezepte). Brennnesseln enthalten viel Eiweiß, Mineralstoffe, Vitamin C und Eisen.

Bald werden die Samen reif!

 

 

BRUNNENKRESSE
(Nasturtium officinale)
Nur in klaren und vor allem sauberen Gewässern ist die Brunnenkresse zu sammeln. Die zarten Blätter und Triebspitzen schmecken im Salat, Kräuterquark oder auf dem Brot.

 

 

 

DOST, GEWÖHNLICHER
(Origanum vulgare)
Das klassische Pizza- und Tomatengewürz passt auch als aromatische Beigabe zu Salaten, Gemüse, Saucen, Antipasti, Nudeln und Reis. Getrocknete Blätter und Blüten bereichern die Hausteemischung und ergeben, vor allem aufgrund des „Thymol-Gehaltes“, einen wohltuenden Tee bei Husten und Halsbeschwerden.

 

 

FRANZOSENKRAUT (Kleinblütiges Knopfkraut)
(Galinsoga parviflora)
Das Kraut der froschgrünen Pflanzen mit ihren behaarten Blättchen und den kleinen Korbblüten (goldgelber „Knopf“ mit weißen Blütenblättern) ist besonders reich an Eisen. Kraut und Blüten schmecken im Salat, als Pesto oder als Gemüse. Franzosenkraut gedeiht oft auf Gemüse-, Mais- und Kartoffelbeeten.

 

 

GÄNSEBLÜMCHEN
(Bellis perennis)
Die nussig schmeckenden Blüten sind essbare Dekoration oder Zutat im Salat. Aus den Blütenknospen können „Kapern“ eingelegt werden. Aus den Blattrosetten wird ein Salat gemacht.

 

 

 

GÄNSEDISTELN
Raue Gänsedistel (Sonchus asper)
Acker-Gänsedistel (Sonchus arvensis)
Die ersten, jungen Blätter kommen frisch und roh als Zutat in den Salat, ins Gemüse oder in den Grünen Smoothie. Ältere Blätter werden wie Spinat gedünstet. Die Knopsen können wie Kapern in Essig eingelegt werden und ergeben so ein leckeres Antipasti. Die aufgeblühten Blüten sind eine essbare Dekoration. Eine Spezialität ist auch der Gänsedistel-“Cannelloni“-Auflauf aus den dicken Stängeln größerer Exemplare.

 

GIERSCH
(Aegopodium podagraria)
Nur die oberen Blätter und die Blüten sind als Beimischung im Salat und als „Spinat“-Gemüse ein Genuss! Milchsauer eingelegter Giersch ist ein traditionelles Rezept aus Russland. Zur Pflege der Gierschbestände ist nun eine Mahd mit der Sense oder einer Sichel angebracht. Allerdings wachsen zarte grüne Gemüseblättchen nur bei ausreichender Wasserversorgung nach. Unter Umständen ist also ein Wässern der Giersch-Gemüsebeete erforderlich.

 

 

 

GUNDERMANN/GUNDELREBE
(Glechoma hederacea)
Triebe mit Blättchen sind eine aromatische Gewürzzutat in Saucen, Dips und Salaten und schmecken als Zutat im Wildkräuter-Wasser. Der relativ hohe Anteil an ätherischen Ölen und Bitterstoffen macht sie in kleinen Mengen auch zu einer idealen Zugabe zu Süßspeisen in der Verwendung als süßes Pesto. Pur und als alleinige Zutat schmecken diese jedoch zu intensiv. Die ersten Blüten sind essbare Dekoration.

 

 

HIRTENTÄSCHEL, Gewöhnliches
(Capsella bursa-pastoris)
Die Altpflanzen des Hirtentäschels treiben nun aus den Blattachseln und aus der bodenständigen Blattrosette heraus neue Triebe.
Diese schmecken würzig-scharf und machen sich sehr gut in einem Dip, als Salatzugabe oder als essbare Dekoration.
Hirtentäschel ist ein weit verbreitetes Ackerbeikraut und ist oft auf frisch umgesetzten Gartenbeeten oder auf Brach- und Ödland zu finden.
Es schmeckt wie Rucola – was vor allem an den scharf schmeckenden Senfglykosiden liegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

KANADISCHE GOLDRUTE
(Solidago canadensis)
Dicke Stängel pflücken, die oberen, noch zarten Abschnitte (ca. 25 cm) ergeben geschält und leicht gedämpft ein sehr schmackhaftes „Spargel“-Gemüse.

 

 

 

 

 

 

 

 

KNOBLAUCHSRAUKE
(Allparia petiolata)

Die Pesto-Saison ist nun zu Ende. Aus den würzig-scharfen Samen lässt sich in einem Mörser zusammen mit Salz, etwas Apfelessig und ein wenig rohem Rohrzucker oder Apfeldicksaft ein „Senf“ herstellen.

 

 

 

KOHLDISTEL (Sumpf-Kohldistel)
(Cirsium oleraceum)
Blätter, Treibspitzen, Blüten im Grünen Smoothie oder gedünstet als „Spinat“-Gemüse.

 

 

 

 

LABKRAUT (WIESEN-)
(Galium mollugo)
Die Pflanze wächst als mehrjährige Staude und überwintert mit kurzen dunkelgrünen Trieben, an welchen die quirlständigen Blättchen dichtgedrängt stehen.
Man erntet Blätter, Triebspitzen und Blüten (siehe oben bei Duftpflanzen) und verwendet diese als Zutat im Salat, als essbare Dekoration oder im Smoothie. Kaltwasserauszüge werden für die Herstellung von Sirup und Limonaden genutzt. Sahne oder Pudding können mit den Blüten aromatisiert werden. Diese werden einfach zuvor in die (Pflanzen-)Milch oder Sahne eingelegt, bevor es zur Weiterverarbeitung kommt.

 

LÖWENZAHN
(Taraxacum)
Die Blätter sind eine  gesunde Zutat im Salat oder für Pesto. Blütenknospen kann man als „Kapern“ einmachen; die Blüten werden zu Gemüsegerichte verarbeiten oder roh als essbare Dekoration verwendet. Die Bitterstoffe machen den Löwenzahn zu einem „Entgiftungskraut“ oder neudeutsch zu einer „Detox-Pflanze“.

 

 

 

MELDE oder WEISSER GÄNSEFUSS
(Chenopodium album)
Der wilde Spinat hat sich nun gut entwickelt. Auf Mais-, Kartoffel- oder Gemüsefeldern sowie auf Brachland ist er nun gut zu finden. Blätter und Triebspitzen schmecken als „Spinat“. Der im Rezeptteil beschriebene Brennnessel-Kuchen kann alternativ auch mit Melde zubereitet werden.

 

 

PERSISCHER EHRENPREIS
(Veronica persica)
In der Nachbarschaft der Vogelmiere ist auf humosen Gartenbeeten, dem Kompost oder am Wegrand der Persische Ehrenpreis mit seinen leuchtend hellblauen Blütchen meist nicht weit weg. Auch hier kann man nun die Triebspitzen ernten und als Salatzutat genießen.

 

 

RAINKOHL
(Lapsana communis)
Schon in der Steinzeit wurde die Pflanze als Salat- und Heilpflanze geschätzt und verwendet. Rainkohl enthält Schleimstoffe, Bitterstoffe, Mineralien und Spurenelemente. Nun beginnt die Saison der kleinen Knospen und Blüten, welche eine schöne, essbare Dekoration für Salate und andere Rohkostspeisen sind. Nachdem man sie an dem reich verzweigten Blütenstand abgezupft hat, sondern sie an ihrem Stiel ein Tröpfchen Milchsaft ab. Ihr Geschmack ist pur genossen würzig-intensiv, doch als Salatgewürz sind sie hervorragend geeignet!

 

 

ROTER WIESEN-KLEE
(Trifolium pratense)
Die Kleeblüte hat begonnen! Junge Triebspitzen sowie Blüten als Gemüse, gezupfte Blüten als Beimischung im Salat und als essbare Dekoration. Hinweis: Roter Klee enthält Phyto-Östrogene. Diese Pflanze ist daher vor allem für Frauen geeignet, Männer sollten sich dagegen etwas zurückhalten.

 

 

SCHAFGARBE (WIESEN-)
(Achillea millefolium)
Zarte Schafgarbenblätter (nach einer Mahd) und die Blüten sind eine köstliche Bereicherung im Salat sowie eine wertvolle Zutat im Grünen Smoothie -  oder werden als Tee (frisch oder getrocknet) getrunken. Sie überwintert ja mit zarten, dunkelgrünen Blättern, welche dank ihrer schmalen und länglichen Form sowie der Feingliedrigkeit auch als “Augenbrauen” bezeichnet werden. Die Schafgarbe ist eine altbewährte Heilpflanze und wird zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden und zur allgemeinen Kräftigung eingesetzt. Die Wirkung ist wohl auf ihren Gehalt an Gerb- und Bitterstoffen sowie weiteren sekundären Pflanzenstoffen wie Flavonoiden, Vitaminen und Mineralien zurückzuführen. Lecker schmeckt eine Schafgarbenbutter.

SCHMALBLÄTTRIGES WEIDENRÖSCHEN
(Epilobium angustifolium)
Dicke Stängel des „Wald-Spargels“ pflücken, die oberen, noch zarten Abschnitte (ca. 25 cm) ergeben geschält und leicht gedämpft in Gemüsebrühe ein sehr schmackhaftes „Spargel“-Gemüse. Später werden die Blüten als essbare Dekoration oder als Teezutat verwendet. Der Tee erinnert geschmacklich an Grünen Tee!

 

 

 

SPITZWEGERICH/BREITWEGERICH
(Plantago lanceolata)/(Plantago major)
Blätter kommen in den Salat oder in den Smoothie oder als Beigabe zu einem Gemüsegericht. Spitzwegerich auch getrocknet als Hustentee (zum Trocknen und als Vorrat).
Blütenknospen schmecken nach Champignons und können auch so zubereitet werden.

 

 

 

VOGELMIERE
(Stellaria media)
Die Vogelmiere treibt neue, saftige Triebe aus. Diese schmecken wunderbar mild nach Erbsen und ergeben einen schmackhaften Salat oder kommen in den Grünen Smoothie. Kleingeschnitten schmecken sie im Kräuterquark oder als deftiger Brotaufstrich. Als Zutat in die Gemüsesuppe oder wie Spinat gekocht. Eine Handvoll frischer Triebspitzen als Teeaufguss regt die Nieren an.

 

 

WALD-ENGELWURZ
(Angelica sylvestris)
Blätter und Triebe eignen sich als würzende Zutat in Salate, Suppen und Eintöpfe. Junge Blattstiele als kandiertes Naschwerk. Getrocknet sind Blätter und Triebe eine schmackhafte Zutat in Würzmischungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

WALD-ZIEST
(Stachys sylvatica)
Das Wald-Gemüse mit Pilzgeschmack wird mit jungen Blättern als Blattgemüse oder Suppeneinlage zubereitet.

 

 

 

 

WASSERLINSE, Kleine
(Lemna minor)
Roh als Einlage in einer Gemüsesuppe oder einer Gazpacho, aufs Brot, in Dips oder als Beimischung in Salaten. Grundsätzlich als essbare Dekoration großzügig und vielseitig einsetzbar! Mit „echten“ Linsen zusammen wird ein leckeres indisches Linsengericht zubereitet.

 

 

WIESEN-BÄRENKLAU
(Heracleum sphondylium)
Blütenknospen, Blüten, junge Blätter und Blattstängel als gedünstetes Gemüse, im Rührei oder auch roh im Salat. Blätter kommen als Zutat in den Salat oder Grünen Smoothie oder werden als Mischgemüse wie ein Spinatgericht gedünstet (zum Beispiel zusammen mit Giersch und Brennnessel). Junge Blätter und Stängel können auch leicht gedämpft und in Zitronensaft und Olivenöl mariniert werden – eine Delikatesse! Die Blattstängel werden pur als Rohkost oder Fingerfood mit Dip gegessen – oder ganz asiatisch im Wok gegart.

 

WILDE MÖHRE
(Daucus carota)
Die Blätter und Stängel der Wilden Möhre riechen deutlich nach „Möhre“ und schmecken petersilienartig. Junge Blätter und Blüten kommen in Salat, Smoothies, Frischpflanzensäften oder als Gemüsezutat. Die Blüten werden in Teig ausgebacken. Um eine Verwechslungsgefahr mit andern, leider giftigen Doldenblütengewächse zu vermeiden: Unter dem Blütenstand steht ein Kranz fein verzweigter Blättchen, bei anderen Doldenblütlern fehlt dieser. In dem bereits aufgeblühten Blütenstand ist meist (nicht immer) ein dunkler Punkt zu erkennen. Verblühende Blütenstände und solche die bereits Samen tragen, weisen eine Trichterform auf, sind also nicht flach oder kugelig wie bei anderen Doldenblütlern. An Pflanzen, bei denen die erste, mittige Blüte schon in diesem Entwicklungsstadium angekommen ist, kann man die zarten, noch nicht erblühten Blütenknospen der Seitentriebe als Gemüse- oder Salatzutat ernten.

 

WIESEN-KNÖTERICH
(Bistota officinalis)
Blätter und junge Triebe als Spinatgemüse zubereiten, die walzenförmigen, rosa Blüten als essbare Dekoration.

 

 

 

 

WIESEN-SALBEI
(Salvia pratensis)
Kleingeschnittene Blätter sind eine würzige Beigabe zum Salat, für Pestos, für Aufstriche oder in den Kräuterquark. Getrocknete Blätter sind für die Hausteemischung oder eine Kräutersalzmischung sowie als Grundlage für ein Gurgelwasser in der Erkältungszeit.
Frische Blüten in Weißwein eingelegt, ergeben einen mild-würzigen Salbeiwein. Auch in Essig eingelegt, entfaltet sich das typische Aroma. Frische Blüten sind auch eine erfrischende essbare Dekoration für Salate oder Desserts.