BARBARAKRAUT
(Barbarea vulgaris)

Sammelzeit
Blätter: September bis April
Blütentriebe, Blüten: April bis Mai

Rezeptvorschläge und Anwendung
Blätter als Zutat für Winter-Salate. Als Würze in Gemüsegerichten, Suppen, Eintöpfen, Saucen, in Kräuterbutter oder im Kräuterquark. Zur Zubereitung von frischem Pesto und als Smoothie-Zutat.

So sieht Barbarakraut aus
Das Barbarakraut ist eine zwei- oder mehrjährige, wintergrüne Staude mit bis zu 90 cm Höhe und einem kahlen Stängel. Die grasgrünen, glänzenden Blätter stehen wechselständig; die Blätter oberhalb der Blattrosette haben eine pfeilförmige Grundform, sind buchtig gezähnt und umfassen den Stängel mit abstehenden „Öhrchen“. Die grundständigen Rosettenblätter sind gestielt und gefiedert (3-5 Fiederblattpaare sowie eine große Endfieder). Die kleinen, gelben Blüten stehen dicht in verzweigten Trauben. Die Früchte sind vierkantige, längliche Schoten. Da auch die Schoten des giftigen Acker-Schöterich 4-kantig sind, bitte auf die Blätter achten, denn diese sind beim Barbarakraut buchtig gezähnt, beim Acker-Schöterich hingegen glattrandig.

Über die Pflanze
Der Namenstag der heiligen Barbara ist der 4. Dezember. Nach ihr ist die Winterkresse benannt. Das Kraut wurde früher auch oft in Bauerngärten angebaut. Wild findet man das Barbarakraut auf feuchten, brachliegenden Äckern, am Wegrand, an Bachufern und in Gräben. Die Pflanze liebt lehmige, nährstoffreiche Böden und reichlich Feuchtigkeit. Das Barbarakraut schmeckt scharf und senfähnlich. Es ist reich an Vitamin C und Senfölglykosiden und für die karge Winterzeit somit ein optimaler, wintergrüner Genuss, da es den Stoffwechsel aktiviert und das Immunsystem unterstützt. Im Winter werden die jungen Blätter der Grundrosette gesammelt. Aus dieser wachsen im April Blütentriebe empor, welche geschmacklich milder sind und an Brokkoli erinnern. Getrocknet verlieren die Blätter allerdings ihr Aroma.

(c) Foto: iStockfoto 495353517

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