Berberitze/Sauerdorn

BERBERITZE/SAUERDORN
(Berberis vulgaris)

Sammelzeit
Früchte: September bis Oktober

Rezeptvorschläge und Anwendung
Als Saft - mit dem Dampfentsafter hergestellt - sowie als Gelee, Fruchtaufstrich oder Chutney erhält man ein aromatisch-säuerliches Geschmackserlebnis, was mit Birnen oder Äpfeln gemildert werden kann. Getrocknet sind die Beeren ein Powersnack, als Zutat im Müsli oder im Tee eine willkommene Abrundung. Als Essigersatz entfalten die Beeren ihr säuerliches Aroma besonders gut. Mixgetränke mit Pfirsichen im Sommer oder heiß mit Honig im Winter sind aufgrund des hohen Vitamin-C-Gehalts nicht nur erfrischend, sondern auch gesund.

So sieht Berberitze aus
Der Strauch von 1 bis 2 Metern Höhe ist dicht verzweigt mit langen, spitzen Dornen von 1 bis 2 cm Länge, meist 3-teilig angeordnet. Bei Erdkontakt wurzeln stark überhängende Zweige und bilden ein undurchdringbares Gebüsch. Die eiförmig gezähnten Blätter stehen wechselständig; bilden Büscheln in den Dornachsen. Rinde und Wurzelholz sind auffallend gelb; hellgelbe Blüten mit 6 Blütenblättern blühen im Mai auffällig und stark süßlich duftend. Die Beeren sind ca. 1 cm lang, leuchtend, glänzend rot; hängen in Traubenform am Zweig. Im Herbst leuchten die Blätter orangefarben.

Über die Pflanze
Die ideale Heckenpflanze findet man nicht nur in Gärten, sondern oft in sonnenverwöhnten Innenstädten. Die hübschen, gelben Blüten sind auch als Zierstrauch schmückend. Die Rinde mit dem Hauptwirkstoff Berberin wird heute noch zum Gelbfärben von Wolle, Stoff oder Leder verwendet. Das besondere Merkmal ist der hohe Anteil an Fruchtsäuren in den Beeren, so dass der Beerensaft wie Essig verwendet werden kann. Doch auch Vitamin C, Karotinoide, Zucker, Pektin und Mineralien sind in den reifen Beeren reichhaltig zu finden. Diese schmecken somit „zitronig-sauer“ und trotzdem angenehm aromatisch.

(C) Foto: Pixabay

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