BOCKSDORN/GOJI
(Lycium barbarum)

Sammelzeit
Beeren: August bis Oktober

Rezeptvorschläge und Anwendung
Frische Beeren roh als Zutat in Müsli, Fruchtsalat, Smoothies und Desserts. Getrocknete Beeren über Nacht in Wasser einweichen, danach wie oben verwenden; das Einweichwasser sollte mitverarbeitet werden. Gojibeeren schmecken auch in scharf gewürzten Reis- oder Hirsegerichten.

So sieht Bocksdorn aus
Der meist bedornte, sommergrüne Strauch wird 2-3 Meter hoch. Die im Vergleich zur Wuchshöhe auffallend dünnen Ruten sind wenig verzweigt und hängen bogig über. Die Blätter sind 3-10 cm lang, länglich, lanzettförmig und graugrün; sitzen gegenständig; der Blattrand ist glatt oder leicht gewellt. Die gestielten Blüten haben 5 Blütenblätter, sind violett und kräftig leuchtend oder je nach Sorte auch gräulich und blass. Die Beeren sind 5-12 mm groß, länglich-eiförmig und leuchtend orangerot gefärbt. Jede Beere enthält 4-20 braun-gelbe, runde Samen.

Über die Pflanze
Der frostharte und starkwüchsige, Ausläufer bildende Strauch stammt aus Zentralasien. Bei uns zunächst meist als Ziergehölz oder Bodenbefestiger gepflanzt, ist Goji in Mitteleuropa inzwischen verwildert. Goji wird im deutschen Sprachraum „Bocksdorn“ genannt und gilt unter diesem Namen fälschlicherweise als giftig. Die von den Tibetern als „Glücksbeeren“ bezeichneten Früchte schmecken erfrischend süß-säuerlich, werden in Zentralasien großflächig kultiviert und weltweit als Superfood gehandelt. Ein besonderer Inhaltsstoff der Beeren sind langkettige Kohlehydrate mit dem Namen „Lycium-Barbarum-Polysaccaride“, die für die herausragende Anti-Aging-Wirkung verantwortlich sein sollen. Diese sind bislang nur von der Gojibeere bekannt. Zudem bietet sie einen sehr hohen Gehalt an einer Vorstufe des Vitamin C, große Mengen an B-Vitaminen, Spurenelementen, Karotinoiden und frei verfügbaren Aminosäuren.

 

(C) Foto: Pixabay

ZUM ERNTEPLANER ALS PLAKAT GEHT ES HIER.