BROMBEERE
(Rubus fruticosus)

Sammelzeit
Blätter für Smoothies: ganzjährig, besonders im Winter
Blätter und Triebspitzen für Tee: Mai bis Juni
Beeren: August bis Oktober

Rezeptvorschläge und Anwendung
Zu Fruchtaufstrichen, Marmeladen, Quarkspeisen, Pfannkuchen, Hirseaufläufen oder Kuchen verarbeiten; aus den getrockneten Beeren und den Blättern wird ein Tee bereitet oder sie als Zutat einer Hausteemischung zugefügt. Ganzjährig gesammelte Brombeerblätter kommen in den Grünen Smoothie – besonders in der kalten Jahreszeit einer der wenigen aber wichtigen wintergrünen Pflanzen!

So sieht die Brombeere aus
Die Brombeere ist eine mehrjährige, sommer- und wintergrüne Staude mit 50-200 cm Wuchshöhe, die breite und undurchdringliche Gebüsche bilden kann. Die Stängel sind bogig nickend oder am Boden kriechend, wenig aufrecht; dazu dicht besetzt mit hakigen Stacheln. Die wechselständigen Blätter sind unpaarig 3-7-fach gefiedert, am Rand gezähnt; die ungleich großen Fiedern sind spitz und eiförmig. Die Blattobersseite ist grün, die Unterseite graugrün oder weißfilzig behaart. Sogar die Blattstiele tragen Stacheln. Die weißen bis zart rosafarben, 5-zähligen Blüten stehen strahlig (oder in Dolden?). Die Frucht ist eine Sammelsteinfrucht aus 20-50 kleinen, schwarz glänzenden Steinfrüchtchen. Beim Sammeln gehen diese mit dem „ehemaligen“ Blütenboden ab.

Über die Pflanze
Die Brombeere ist eine sehr formenreiche Sammelart mit 80 bis 100 Kleinarten. Auch wenn Brombeeren heute vielfältig kultiviert werden, wachsen sie in Mitteleuropa wild und ausbreitend in Wäldern, auf Kahlschlägen und Dämmen, älteren Dünen sowie Heiden auf nährstoffreichen und kalkarmen Böden. Einmal in einem Garten angepflanzt, tritt sie immer wieder freiwillig zu Tage. Nur an einem schattigen Plätzchen reifen weniger süße Früchte. Doch an sonnigen Standorten mit guten Bodenbedingungen findet man Massenbestände mit reichlich süßen Früchten, die genau genommen Sammelsteinfrüchte wie die Himbeeren sind. Dazu kommen die sehr gesunden Inhaltsstoffe von Blättern und Früchten. Die Blätter enthalten 8-14% Gerbstoffe, Flavonoide, organische Säuren und etwas Vitamin C. Der hohe Gerbstoffgehalt sorgt für eine zusammenziehende Wirkung auf die Schleimhäute und hilft somit als Tee bei Durchfallerkrankungen und bei Entzündungen in Mund und Rachen. Die Beeren enthalten Vitamine C und E, Provitamin A sowie B-Vitamine, Magnesium, Eisen, Zink, Mangan und Kupfer. Reife Brombeeren enthalten zudem viel antioxidativ wirkende Anthocyane – auch erkennbar an der dunklen Färbung von Zunge und Hände, wenn man sie roh vom Strauch nascht.

 

(C) Foto: Birgit Matz

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