FRANZOSENKRAUT - "KLEINBLÜTIGES KNOPFKRAUT"
(Galinsoga parviflora)

Sammelzeit
Blätter und junge Triebe: Juni bis Oktober

Rezeptvorschläge und Anwendung
Das mild schmeckende Kraut schmeckt frisch und roh als Zutat im Mischsalat, als Pesto, in Grünen Smoothies und frisch gepressten Säften. Gedünstet als Blattgemüse oder Suppe. Die Blütenköpfchen erfreuen als essbare Dekoration. Getrocknete Blätter und Blüten als Zutat für eine Hausteemischung sowie zur Herstellung von grünem Pflanzenpulver als Wintervorrat.

So sieht Franzosenkraut aus
Franzosenkraut ist ein tief wurzelndes, einjähriges Kraut mit max. 60 cm Höhe. Der Stängel ist reich verzweigt. Die gestielten Blätter sind froschgrün und behaart, stehen gegenständig, sind eiförmig, spitz zulaufend und am Rand fein gezähnt. Die knopfartigen Blütenkörbchen sind in Trugdolden angeordnet. Die einzelnen Körbchen sind mit zahlreichen, goldgelben Röhrenblüten gefüllt, am Rand stehen jeweils fünf weiße Zungenblüten mit 2-3 Zähnchen. Die Samen sind schwarze Nüsschen.

Über die Pflanze
Das Franzosenkraut ist ein heimisch gewordener Gast aus den Tropen Südamerikas. In Mitteleuropa trat es zeitgleich mit der Invasion der napoleonischen Truppen massenhaft auf. Da die markante Blütenform den goldfarbenen Uniformknöpfen der französischen Soldaten ähnlich sah, wurde der Neophyt Franzosenkraut und Knopfkraut genannt. Das Kraut schmeckt angenehm mild-würzig. Heute findet man es als Ackerbegleitkraut sowie in Gemüse- und Blumenbeeten und auf Brachen. Es bevorzugt nähr- und stickstoffreiche, lockere Böden und sonnige, warme Standorte. Bemerkenswert ist der hohe Eisengehalt, welcher den von Spinat um ein Dreifaches übersteigt. Dazu finden sich Eiweiß, Kalium, Phosphor, Magnesium, Kalzium, die Vitamine A und E. Das frostempfindliche aber höchst vitale und schnellwüchsige Kraut ist sehr vermehrungsfreudig, denn eine einzelne Pflanze kann bis zu 100.000 Samen hervorbringen. Diese überdauern den Winter und keimen im Mai neu auf.

 

(C) Foto: Birgit Matz

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