HASELNUSS
(Coryllus avellana)

Sammelzeit
Nüsse:  September bis Oktober

Rezeptvorschläge und Anwendung
Aus gemahlenen Haselnüssen lässt sich vielerlei Kuchen und Gebäck backen. Zusammen mit Zwiebeln, Öl und Gewürzen kann ein deftigerBrotaufstrich hergestellt werden. Ein wertvolles Öl wird aus 2 bis 2,5 kg Haselnusskernen gepresst; dies muss unbedingt kühl und dunkel gelagert werden; zu Wintersalaten passt es hervorragend. Die Haselnuss-Sauce mit Sahne, Gewürzen und Knoblauch bietet eine vegetarische Alternative für Pastagerichte. Ein gesunder, rohköstlicher Aufstrich entsteht zusammen mit gutem Honig und frisch gemahlenen Nüssen. Oder ganz einfach geröstet und pur geknabbert. Diese Variante kann auch über Salate oder Desserts gestreut werden.

So sieht die Haselnuss aus
Die Haselnuss ist ein Windbestäuber. Der sommergrüne, vielstämmige Großstrauch kann zwischen 3-6 m hoch wachsen und bis zu 1000 Jahre alt werden. Im Alter sind die Äste ausladend und überhängend. Die Rinde ist glänzend grau-braun. Die wechselständigen Blätter sind oval bis rundlich geformt, 6-10 cm lang, weich behaart, am Rand doppelt grob gesägt. Die Blüten erscheinen vor den Blättern. Die männlichen Blüten sind gelb hängende Kätzchen und blühen zwischen Januar und März; die weiblichen sind kleine Knospen mit tiefroten, leuchtenden und fadenförmigen Narben. Daraus entwickeln sich die 1,5 -2 cm großen hartschaligen, hellbraunen Nüsse; sie stehen einzeln oder bis max. zu viert. Jede Nuss steckt in einem Fruchtbecher. Das Wurzelsystem ist fein verzweigt und weitreichend.

Über die Pflanze
Das Pioniergehölz liebt sonnige Standorte und ist dazu frosthart, gut windresistent und kann mit den feinen und weit verzweigten Wurzeln auch „minderwertigen“ Boden befestigen. Die Laubstreu im Herbst sorgt für eine perfekte Selbstbedüngung. Selbst ein totaler Rückschnitt im Hausgarten oder in Parkanlagen hält die Haselnuss nicht davon ab, wieder kräftig auszutreiben. Und es lohnt sich, denn die Nüsse sind sehr gehaltvoll mit 55 bis 65 % Öl ,12 % Eiweiß, Vitamine B1, 2 und E, dazu Mineralien und Spurenelemente. Da sie sich gut für den Wintervorrat eignen, erhält der Selbstversorger über einige Monate hinweg Nahrhaftes und Gesundes.

(C) Fotos: Pixabay und Birgit Matz

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