HEIDELBEERE
(Vaccinium myrtillus)

Sammelzeit
Beeren: Juli bis September in den höheren Lagen

Rezeptvorschläge und Anwendung
Roh genascht oder mit Zitronensaft und etwas Birnendicksaft angemacht ein Hochgenuss. Ebenso im Müsli, Joghurt, Smoothie oder Fruchtsalat. Als Fruchtsauce zu Pfannkuchen oder als Sorbet. Für den Wintervorrat die Beeren dörren oder als Marmelade, Saft oder Fruchtwein konservieren.

So sehen Heidelbeeren aus
Die Heidelbeere ist ein sommergrüner, flach wurzelnder Zwergstrauch mit 10-50 cm Wuchshöhe. Der aufrechte, grüne Stängel hat scharfe, flügelartige Kanten. Die kleinen Blätter sind oval bis elliptisch geformt, beidseitig grün, mit einem fein gesägten Blattrand und erscheinen ab April. Die 5 mm kleinen Blütenglöckchen sitzen einzeln in den Blattachseln, sind weiß-grün gefärbt, rötlich überlaufen und erblühen ab April. Die Früchte reifen je nach Standort ab Juli, sind ausgereift intensiv blau-violett und 3-10 mm groß. Das Fruchtfleisch unserer einheimischen Heidelbeere ist innen durchgängig blau-violett gefärbt (gesunde Anthozyane!), während jenes der amerikanischen Kulturheidelbeere weiß ist.

Über die Pflanze
Heidelbeeren gedeihen bei uns weit verbreitet, etwa im Schwarzwald, Taunus, Harz und Erzgebirge sowie im Thüringer- und im Bayerischen Wald. Sie lieben saure, humose, feuchte Böden, meiden aber Kalk und Staunässe. Typische Standorte sind hier lichte Nadelwälder und Zwergstrauchheiden. In den Alpen wächst sie bis auf 2000 Meter Höhe. Heidelbeeren enthalten reichlich antioxidativ wirkende Anthozyane. Zudem findet man Vitamin C und E, verschiedene B-Vitamine, Mineralstoffe, Flavonoide und Gerbstoffe in den Beeren. Getrocknete Beeren werden bei Durchfall verordnet; frische Früchte wirken, in größeren Mengen genossen, verdauungsfördernd.

(C) Foto: Pixabay

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