HUFLATTICH
(Tussilago farfara)

Sammelzeit
Blüten: Ende Februar bis April
Junge Blätter: April bis Mai

Rezeptvorschläge und Anwendung
Die Jungen Blätter können im Salat, in der Suppe oder als Gemüse gekocht gegessen werden. Oder einfach pur auf ein Butterbrot oder mit anderen Frühlingskräutern zusammen in einen Quark gerührt. Blüten und auch Blätter – gut getrocknet – finden ihre traditionelle Verwendung als Hustentee.

So sieht Huflatich aus
Als mehrjährige Staude wächst Huflattich bis maximal 30 cm hoch. Ab Ende Februar sind zuerst die Blüten da: Sie stehen einzeln auf einem fleischig-dicken, rotbraunen und schuppigen Stil. Die Blütenkörbchen haben goldgelbe und schmale Zungenblüten und gelbe Röhrenblüten - von dunkelgrünen Hüllblättern umgeben. Die Blätter erscheinen am ca. Mitte April nach der Blüte mit einem 20 cm langem Stiel (wie eine Rinne geformt) und sind am Rand unregelmäßig gezähnt, rundlich herzförmig sowie an der Unterseite weißfilzig behaart; ganz junge Blätter sind auch oben filzig.

Über die Pflanze
Die puschelig-weichen, leuchtend gelben Blüten des Huflattichs sind jedes Jahr aufs Neue zuverlässige Frühlingsboten! Die Blätter werden erst viel später erscheinen. Der Huflattich ist als Pionierpflanze entlang von Kies- und Feldwegen, auf Schuttplätzen, in Kiesgruben oder an frisch aufgeschütteten Böschungen, sogar an Fluss- und Bachufern anzutreffen. Volksmedizinisch ist er als der Husten- und Schleimlöser schlechthin bekannt. Dafür ist der Gehalt von 6-10 % Schleimstoffen verantwortlich. Zudem finden sich Inulin und Gerbstoffe. Huflattich war noch bis Anfang 2000 fester Bestandteil von Hustensäften und Teemischungen. Allerdings enthält er auch so genannte Leber schädigenden „Pyrrolizidin-Alkaloiden“. Darum sollte man ein Tee oder Saft/Sirup nur 4-6 Wochen lang einsetzen. Und für Schwangere und Stillende ist der Huflattich nicht geeignet.

(C) Foto: Birgit Matz

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