HECKENROSE/WILDROSEN
(Rosa canina)
(Rosa rugosa)
(Rosa rubiginosa)
Unter den zahlreichen heimischen Wildrosen-Arten ist die Hundsrose ((Rosa canina) die bei weitem häufigste Art. Daher wird sie hier auch stellvertretend für alle Wildrosen vorgestellt, da die Blüten und vor allem die Früchte aller Rosen essbar sind.

Sammelzeit
Blütenblätter: Ende Mai bis Juni
Hagebutten: September bis Oktober

Rezeptvorschläge und Anwendung
Herstellung von Hagebuttenmark - und daraus lassen sich Fruchtaufstriche, vegetarische Hagebutten-Pasta-Sauce mit mediterranen Gewürzen oder eine süße Dessertsauce für Gries- oder Reisbrei zubereiten. Für einen Tee können die ganzen Früchte samt Kerne und Härchen oder die frischen Blüten verwendet werden. Für den Wintervorrat werden die gewaschenen und von Stiel und Käppchen befreiten Hagebutten im Dörrgerät oder im Backofen bei max. 50 Grad C ausreichend getrocknet. Die reinen Kerne der Hagebutte, die zart nach Vanille schmecken, können als Tee oder zum Ansetzen von Likör verwendet werden.

So sieht die Hundsrose aus
Die Heckenrose ist ein bis 3 m hoher sommergrüner Strauch mit bogig überhängenden Zweigen. Diese tragen 3-10 mm lange, sichelartig gekrümmte Stacheln. Die unpaarig gefiederten Blätter bestehen auf 5 oder 7 länglichen Einzelblättern. Der Blattrand ist scharf gesägt; die Blattoberseite dunkel glänzend; unterseits heller. Die Stiele sind kahl. Die Blüte hat 5 hellrosa, selten reinweiße Blütenblätter in der Form eines Herzens und viele gelbe Staubblätter. Die roten Scheinfrüchte – die Hagebutten – sind glänzend rot und oval bis eiförmig. Sie verbleiben den Winter über am Zweig.

Über die Pflanze
Hierzulande gibt es ungefähr 20 Wildrosen-Arten; Hagebutten werden ihre Früchte genannt. Sie ist sehr weit verbreitet und wohlbekannt. Mit ihren Wurzelausläufern wächst sie rasch und bildet in kurzer Zeit undurchdringliche Dickichte. Man findet sie an sonnigen Waldrändern, auf Feldrainen, an Böschungen, auf Heiden und Magerrasen oder auf verwilderten Flächen wie Weinberge, dazu in Gärten und Parkanlagen.  Dazu zählen auch die hier wachsende Wein-Rose (Rosa rubiginosa) sowie die besonders vielzählig in den Küstenregionen von Nord- und Ostsee verwilderte Kartoffelrose (Rosa rugosa), die ursprünglich aus Ostasien kommt und stark duftende Blüten sowie rundliche, dickfleischige Hagebutten ausbildet. Der Name „Heckenrose“ deutet schon darauf hin, dass sie sich hervorragend für eine schützende, stachelbewehrte Hecke eignet. Die Früchte der Hunds-Rose, wie sie auch genannt wird, wurden zu Notzeiten „Zitronen unseres Himmels“ bezeichnet. Denn sie sorgten zusammen mit Sanddorn und Schwarze Johannisbeere für den notwendigen Vitaminschub in kargen Zeiten. Heute würde man „Superfood“ dazu sagen, denn sie kann mit ihrem Vitamin C-Gehalt nicht nur mit anderen Zitrusfrüchten mithalten - sie übertrifft die meisten sogar! Das Fruchtfleisch enthält pro 100 g insgesamt 500-1700 mg Vitamin C, 512 mg Kalium, 47 mg Natrium, 50 mg Kalzium, 122 mg Magnesium, 10 mg Eisen und 54 mg Phosphor. Dazu kommen noch die Vitamine A, K, P, B-Vitamine, 15 % Pektine, 3 % Fruchtsäuren, 14 % Zucker und 2-3 % Gerbstoffe.

(C) Fotos: Birgit Matz

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