Indisches Springkraut

INDISCHES SPRINGKRAUT (Drüsiges Springkraut)
(Impatiens glandulifera)

Verwendbare Pflanzenteile und Erntezeit
Blüten: Juli bis August
Samen: August bis Oktober

Rezeptvorschläge und Anwendung
Die Blüten als essbare Dekoration nur in kleinen Mengen nutzen. Die Samen schmecken roh oder gegart als Beimischung zu Hirse oder Quinoa, imRisotto, in der Müslimischung oder als dekorative und nussige Zutat in Blattsalaten.

So sieht Indisches Springkraut aus
Die einjährige, üppig-krautige Pflanze wird bis zu 2 m hoch. Der Stängel ist dick, fleischig und rötlich. Die Blätter sind oval-lanzettlich, gegenständig oder zu dritt in Quirlen; der Blattrand ist scharf gezähnt. Die auffallenden Blüten sind rosarot bis purpurrot und hängen traubenartig; die einzelnen 2-3 cm großen Blüten sind kelchartig geformt, die Nektardrüsen in den Blüten sind gestielt. Die grünen Samenkapseln sind 1,5-3 cm lang. Die Kapselfrucht verschleudert die reifen, kugeligen Samen schon bei der geringsten Berührung oder bei einem Windstoß. Die reifen, 2-3 mm großen, kugeligen Samen sind dunkelbraun bis schwarz gefärbt und haben zwei seitliche Rippen.

Über die Pflanze
Die nektarreiche Pflanze stammt aus dem indisch-nepalischen Himalaya und wurde im 19. Jahrhundert als Zierpflanze nach Mitteleuropa eingeführt. Jede einzelne Pflanze produziert pro Jahr bis zu 4000 Samen, welche mittels eines Schleudermechanismus bis zu 7 Meter weit springen können. Besonders entlang von Bach- und Flussufern findet man im Sommer häufig Massenbestände. Das Indische Springkraut liebt hier die nährstoffreichen, feuchten Böden. Die Samen enthalten Bitterstoffe, organische Säuren, Gerbstoffe und Öl. Sie schmecken nussig. Die Blüten duften stark und schmecken mild-süßlich. Da sie abführend wirken, sollte man sie jedoch nicht in größeren Mengen verzehren. Rohe oder geröstete Samen sind jedoch völlig unbedenklich und vor allem schmackhaft.

(C) Foto: Birgit Matz

ZUM ERNTEPLANER ALS PLAKAT GEHT ES HIER.