KORNELKIRSCHE
(Cornus mas)

Sammelzeit
Früchte: Ende August/September

Rezeptvorschläge und Anwendung
Frisch und roh vom Strauch ist die Kornelkirsche ein besonderes Geschmackserlebnis. Als Fruchtmus (im Ganzen gekocht, danach passiert), kann sie zu Fruchtaufstrichen verarbeitet werden. Eine Delikatesse sind „falsche Oliven“. Dafür werden die Früchte schon Ende August gesammelt, kurz blanchiert und in gesättigte Salzlake eingelegt.

So sieht die Kornelkirsche aus
Die Kornelkirsche ist ein langsam wüchsiger Strauch, kann aber auch als kleiner Baum gezogen werden. Alte Gewächse werden bis zu 7 Meter hoch und fast genauso breit mit überhängenden Zweigen. Das Gehölz ist sparrig verzweigt mit vielen Kurztrieben. Die gelben Blüten stehen in Kugeldolden mit 10 bis 20 Blüten zusammen. Die einzelne Blüte hat 4 Blütenblätter, die Blätter erscheinen erst nach der Blüte. Sie sind eiförmig, 4-8 cm lang, meist gewellt, glattrandig und stehen gegenständig an den jungen Zweigen; ihre Oberseite ist glänzend, unterseits sind sie etwas behaart; die Blattränder biegen sich zur Blattoberseite hin und die Blattspitzen sind oft etwas abgedreht. Die Steinfrüchte sind glänzend dunkelrot, 1-2 cm lang, von länglich-ovaler Form, im ihrem Innern ist ein länglicher Stein.

Über die Pflanze
Das Holz der Kornelkirschen ist so dicht und hart, dass es nicht im Wasser schwimmt! Es wurde früher zur Herstellung von Werkzeugen und Leitersprossen verwendet. Die Sträucher zeigen ihre zarten, gelben Blüten oft schon Ende Februar. In Mitteleuropa war die Kornelkirsche ursprünglich vor allem in wärmebegünstigten Lagen mit kalkreichem Boden zu finden. Aufgrund ihres hohen Zierwertes wurde sie inzwischen sehr häufig in Gärten und Parks sowie als Straßenbegleitgrün angepflanzt. Die reifen Früchte enthalten neben Zucker sekundäre Pflanzenstoffe wie Gerbstoffe, organische Säuren, Anthocyane und Flavonoide sowie Vitamin C und E sowie B-Vitamine.

 

(C) Foto: Birgit Matz

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