MELDE - WEISSER GÄNSEFUSS - "BAUMSPINAT"
(Chenopodium album)

Sammelzeit
Blätter und Triebspitzen: April bis August
Blüten: Juni bis September

Rezeptvorschläge und Anwendung
Junge Blätter kommen als Zutat in den Mischsalat oder ergeben einen „Spinat-Salat“. Blätter und Triebspitzen werden wie Gemüsespinat zubereitet. Auch als Belag auf Pizzen oder Quiches sowie für Aufläufe sind die Blätter zu verwenden. Für einen Frischpresssaft können mit einem geeigneten Gerät Stängel, Blätter, Blüten und Triebe ausgepresst werden; dazu kommen zur Abrundung Möhre, Apfel und Zitrone.

So sieht Melde aus
Das einjährige, aufrecht stehende Kraut wird zwischen 20-200 cm groß. Aufgrund der Wuchshöhe kann es strauchartig sein. Der gelblich-grüne Stängel ist verästelt, leicht gefurcht und oft rötlich überlaufen. Die wechselständigen, oberseits grau- bis weißlichgrünen Blätter sind eiförmig, spitz oder rautenförmig oder auch schwach dreilappig und kurz gestielt sowie am Blattrand grob gezähnt, selten glatt. Typisch sind der mehlige Staub auf den Blättern und die saftig-fleischige Konsistenz. Die kleinen, grünlichen Blüten stehen rispenartig in dichten, ebenso mehligen Knäueln an der Spitze der jeweiligen Triebe oder aus den Blattwinkeln herauswachsend. Die schwarzen Samenkörner sind 1 mm groß.

Über die Pflanze
Der Weiße Gänsefuß wird auch Melde, Wilder Spinat oder Baumspinat genannt. Letztere Bezeichnung kommt aufgrund der Wuchshöhe von bis zu 2 Meter, die die Pionierpflanze an guten Standorten erreichen kann. Zudem zeigt sich hier auch die nahe Verwandtschaft zum Gemüsespinat. Auch der Geschmack erinnert daran. Die Melde ist als „Erstbesiedler“ und „Selbstaussäer“ ein klassisches Ackerbegleitkraut und findet sich auf Brachen, Schuttplätzen, Ödland oder in Gärten auf stickstoffhaltigen Böden. Die Pflanze ist in ganz Mitteleuropa verbreitet und weist deutschlandweit bis zu 20 Arten auf. Je nach Standort erscheint sie entweder kümmerlich klein, schlank aufstrebend oder wie ein stattlicher Strauch. Blüten- und Samenbildung sind auch bei den kleinsten Pflänzchen möglich. Dabei reichen die Wurzeln tief bis zu einem Meter und machen den Boden dadurch locker und luftig. Dazu ist die Pflanze herbizidresistent.

(C) Foto: Birgit Matz

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