NACHTKERZE
(Oenothera biennis)

Sammelzeit
Blätter:  März bis Juni
Blüten: Juni bis September
Samen: September bis Oktober
Wurzeln: Oktober bis Februar

Rezeptvorschläge und Anwendung
Rohe Blätter, Knopsen und Blüten als Zutat im Salat oder essbare Dekoration. Vor der Blüte gesammelte Blätter als Gemüse. Blütenknospen können wie Kapern in Essig eingelegt werden. Die Wurzeln roh oder gekocht als Gemüse oder Suppeneinlage. Gekocht verfärben sich die Wurzel rot. Die Samen rohköstlich im Müsli, Joghurt, in den Salat (mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind hitzeempfindlich).

So sieht die Nachtkerze aus
Die Nachtkerze ist eine zweijährige Pflanze. Im ersten Jahr bildet sie eine grundständige Blattrosette aus und speichert ihre Energie in einer Pfahlwurzel. Aus dieser wächst im zweiten Jahr der straff aufrechte, behaarte Haupttrieb 80-150 cm hoch. Die Blätter der Rosette sind gestielt, die Blattform ist verkehrt eiförmig, der Blattrand nur schwach gezähnt. Im zweiten Jahr erscheinen am Stängel wechselständig stehende, länglich-lanzettliche, ungestielte Blätter mit 8-15 cm Länge. An der Blattunterseite ist der Mittelnerv rötlich. Die gelben Blüten stehen einzeln in den Blattwinkeln und haben vier Blätter in Herz- oder Eiform. Sie öffnen sich am Abend und blühen nur für eine Nacht. Die Kapselfrüchte enthalten jeweils etwa 200 kleine, schwarze Samen.

Über die Pflanze
Nachtkerzen wurden als Zierpflanzen aus Nordamerika eingeführt und haben sich seither bei uns eingebürgert. Sie lieben sonnige Standorte mit offenen, gerne sandig-kiesigen Böden. Trockenheit wird gut ertragen. Typische Standorte sind Brach- und Ödland sowie Feldraine. Die Blätter erinnern geschmacklich an Mangold, die Wurzel an Schwarzwurzeln. Die Samen der Nachtkerze sind sehr ölhaltig und enthalten viel Gamma-Linolensäure. Insofern erklärt sich deren naturheilkundliche Verwendung bei Hauterkrankungen wie Ekzemen und Neurodermitis.

(c) Foto Pflanze: Pixabay
(c) Wurzel: Birgit Haas

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