SCHAFGARBE (WIESEN-)
(Achillea millefolium)

Sammelzeit
Junge Blätter: ganzjährig
Knopsen und Blüten: Mai bis Oktober

Rezeptvorschläge und Anwendung
Geringe Mengen (Bitterstoffe!) junger Blätter und Blüten als Zutat in Kräuterquark,  Tomatensaucen, Kräuterbutter und Aufstriche, Salate, Suppen und Smoothies. Getrocknete Blätter und Blüten im Kräutersalz sowie als Heiltee (Bitterstoffdroge), in geringer Menge als Bestandteil einer Haustee-Mischung. Aus den Blüten kann zudem ein Sirup bereitet werden.

So sieht Schafgarbe aus
Schafgarbe gedeiht als mehrjährige Staude mit 20-80 cm Wuchshöhe. Der Stängel ist kantig, von zäher Konsistenz und locker behaart. Alle Teile der Pflanze duften beim Zerreiben aromatisch. Die Pflanze bildet Wurzelausläufer aus und kann ganze Polster bilden. Die Blätter stehen wechselständig und sind doppelt bis mehrfach gefiedert. Aufgrund der sehr feinen Fiederblättchen sehen sie wie Augenbrauen aus. Die Blütenstände formen flache Schirmrispen mit max. 15 cm Durchmesser. 4-6 weiße, selten auch rosafarbene Zungenblüten und gelbe Röhrenblüten stehen zusammen in von silbrig grünen Hüllblättchen gebildeten Körbchen.

Über die Pflanze
Die Schafgarbe zählt zu den ältesten Heilpflanzen. Die Blätter und Blüten wirken krampflösend und entzündungshemmend und werden auch bei Frauenkrankheiten und Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Schafgarbe wächst häufig auf Wiesen und Weiden sowie auf Brachland und am Wegrand. Die jungen Blätter und Blüten schmecken etwas bitter und mitunter streng aromatisch. Der hohe Gehalt an Gerb- und Bitterstoffen sowie ätherischen Ölen in den Blüten sind hierfür verantwortlich. Von daher empfiehlt es sich, immer nur kleinere Mengen zu verwenden. Schafgarbe ist eine der traditionellen Zutaten der reinigenden Neunerlei-Frühjahrs-Suppe.

(c) Fotos: Birgit Matz

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