RAINKOHL
(Lapsana Communis)

Sammelzeit
Blätter: April bis Juni
Blüten: Juni bis August

Rezeptvorschläge und Anwendung
Die jungen Blätter der Grundrosette im Frühling kommen ins Pesto, in den Grünen Smoothie oder als Zutat in den Salat. Triebspitzen und Sprossen sowie Knospen und Blüten ebenso roh in den Salat oder im Smoothie. Ältere Blätter können gekocht in einem Mischgemüse oder für eine Suppe verarbeitet werden.

So sieht Rainkohl aus
Rainkohl ist eine einjährige, aufrechte krautige Pflanze und kann bis weit zu einem Meter hoch wachsen. Sie ist leicht behaart und enthält in allen Teilen Milchsaft. Die unteren Blätter sind leierförmig mit einem großen Endlappen und einem kleinen Seitenlappen; die oberen Blätter sind oval-lanzettlich; der Blattrand ist leicht gezähnt; die Blattunterseite behaart. Die kleinen, hellgelb blühenden Korbblütchen stehen rispig angeordnet und haben 8-16 hellgelbe Zungenblüten. Die Frucht ist eine einsamige, dünnwandige Nuss.

Über die Pflanze
Seit dem Ackerbau gibt es auch den Rainkohl, was an den oft viel zu stickstoffhaltigen Böden liegt. Es gibt Belege, dass Rainkohl früher ein bekanntes Wildgemüse war – allerdings für die ärmere Bevölkerungsschicht. Entlang von Waldwegen, am Waldrand, in Auwäldern, in Parks und naturnahen Gärten, bei Hecken besonders an halbschattigen Standorten trifft man heute auf Rainkohl – er braucht nährstoffreiche und stickstoffhaltige Böden. Die Inhaltsstoffe sind vor allem Schleim- und Bitterstoffe sowie Mineralien und Vitamine. Rainkohl regt den Stoffwechsel an und fördert die Verdauung und hat einen würzigen und leicht bitteren, herben Geschmack.

(C) Foto: Markus Strauß

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