Schmalblättriges Weidenröschen

SCHMALBLÄTTRIGES WEIDENRÖSCHEN
(Epilobium angustifolium)

Sammelzeit
Wurzeln: März bis April
junge Triebe: April bis Mai
Blüten: Juni bis August

Rezeptvorschläge und Anwendung
Junge Stängel, geschält als Spargelgemüse garen. Die Blüten als essbare Dekoration und Salatzutat. Die getrockneten Blätter und Blüten als Tee (geschmackliche Ähnlichkeit mit Grünem Tee). Die im Frühling ausgegrabenen Wurzeln als Gemüse dünsten.

So sieht das Schmalblättrige Weidenröschen aus
Das Weidenröschen ist eine Staude, wächst aufrecht und erreicht eine Höhe von bis zu 1,5 m. Der runde, unbehaarte Stängel ist im oberen Teil rötlich überlaufen. Die Blätter sind länglich und schmal zugespitzt. In der Blattmitte verläuft der hellgrüne markante Blattnerv, die Blattunterseite ist blaugrün. Die Blüten stehen in hohen kerzenförmigen Blütenständen, sind rosarot bis violett und blühen den ganzen Sommer über von unten nach oben durch. Die Samen besitzen ein federartiges Anhängsel, welches wie ein weißer Haarschopf aussieht und mit dessen Hilfe sie flugfähig sind.

Über die Pflanze
Das Weidenröschen ist eine Pionierpflanze, die dank ihrer zahlreichen, flugfähigen Samen die durch Kahlschläge oder Windwurf entstandenen, freien Flächen im Wald schnell und in Massenbeständen besiedeln kann. In intakten Wäldern wächst das Schmalblättrige Weidenröschen entlang von Waldwegen, auf Lichtungen und am Waldrand; im Gebirge ist es ein typischer Bestandteil der Hochstaudenfluren. Die Wurzel schmeckt im Frühling süßlich, die jungen Stängel mild und ähnlich wie Spargel. Man sammelt im April oder Mai möglichst dicke Schößlinge, die noch nicht verholzt sind. Die sommerlichen Blüten erinnern geschmacklich an Grünen Tee.

(C) Foto: Birgit Matz

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