SPITZWEGERICH
(Plantago lanceolata)

Sammelzeit
Junge Blätter: März bis Mai
Ältere Blätter: April-September
Blütenknospen: April-Oktober
Samen: August-Oktober

Rezeptvorschläge und Anwendung
Junge Blätter vor der Blüte kommen als Zutat zum Mischsalat oder zum Mischgemüse. Auch ein Frischpresssaft wirkt wie eine Frühjahrskur. Die jungen Knopsen werden entweder roh geknabbert oder wie Champignons in Butter gedünstet. Auch das Einlegen in Essig wie bei Kapern ist lecker. Ältere Blätter des (Spitz)-Wegerichs eignen sich gut für die Hausteemischung. Für einen heilkräftigen Hustentee wird ein Kaltauszug hergestellt, damit sich die Schleimstoffe gut lösen können. Aus den Samen wird eine Wegerich-Butter (Geschmack wie Erdnussbutter) hergestellt.

So sieht Spitzwegerich aus
Spitzwegerich ist eine mehrjährige Staude mit 5-50 cm Wuchshöhe. Aus der Grundrosette wachsen aufrechte, behaarte Stiele mit 5 Furchen. Die schmal-lanzettlichen, 10-20 cm langen Blätter sind schwach beharrt und stehen wechselständig in der bodennahen Rosette. Die 5 -7 Blattnerven sind deutlich zu sehen. Der Blattrand ist glatt, selten schwach gezähnt. Die beige-braunen Blüten stehen endständig in einer walz- oder eiförmigen Ähre und sind eher unscheinbar. Die Staubblätter sind lang und weiß-gelblich. Die Pfahlwurzel ist kräftig und besteht aus vielen Fasern.

Über die Pflanze
Die in ganz Mitteleuropa vorkommenden Wegeriche (Breitwegerich/Spitzwegerich) sind wahrlich die „Könige“ der Wege und allesamt essbar. Überall dort, wo Füße hinkommen, wachsen sie besonders gerne und oft: auf Wiesen und Weiden, auf Feld- und Waldwegen, aber auch an Wegränder sowie auf Äckern. Die Pionierpflanze ist sehr robust und gedeiht auch auf verdichteten Flächen gut; in den Alpen ist sie bis auf 2200 Meter Höhe zu finden. Der Spitz-Wegerich mag trockene und sonnige Plätze.

(C) Foto: Birgit Matz

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