STEINKLEE
(Melilotus officinalis)

Sammelzeit
Blüten: Juni-September
Blätter und junge Sprossen: Mai-September

Rezeptvorschläge und Anwendung
Frisch und roh passt Steinklee als Zutat zum Salat oder gemischt in den Kräuteraufstrich. Die getrockneten Blätter und Blüten sind ein aromatisches Gewürz für alle Arten von Desserts sowie von Limonade, Likör oder Tee.

So sieht Steinklee aus
Steinklee ist zweijährig mit einer Wuchshöhe von max. 1 m. Der aufrechte und verästelte Stängel ist hohl und kantig gerippt. Die Blätter stehen wechselständig, sind langgestielt und elliptisch sowie dreizählig gefingert. Der Blattrand ist gezähnt. Die Nebenblättchen sind ganzrandig und lanzettlich. Die gelben Schmetterlingsblüten hängen in lang gestielten 30-70-blütigen Trauben. Die Früchte sind Hülsen mit 1 bis 2 eikugeligen Samen.

Über die Pflanze
Steinklee wächst auf trockenen, kalkhaltigen Böden auf Ödland, an Acker- und Wegrändern, in Weinbergen oder an Bahndämmen. Er ist auf der Nordhalbkugel fast überall zu finden – bis in die Mittelgebirgslagen. Muss eine Böschung schnell begrünt werden, eignet sich hier der Steinklee besonders. Die Blüten duften nach Honig (und die Bienen lieben sie!), die frischen Blätter schmecken dagegen scharf und bitter. Beim Trocknen von Steinklee wird Cumarin (ein aromatischer, sekundärer Pflanzenstoff) freigesetzt. Dieser Duft erinnert an Waldmeister. Dazu kommen Gerb- und Schleimstoffe, organische Säuren und Cholin. Ein sparsamer Genuss und Gebrauch ist wegen des Cumaringehalts geboten.

(c) Foto: Micha Brem & Pixabay

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