Walnuss
(Juglans regia)

Sammelzeit
Nüsse: Mitte September bis Anfang Oktober

Rezeptvorschläge und Anwendung
Die frisch geknackten und roh zu verzehrenden Nüsse sind am besten! Die Weiterverarbeitung in Form von klein gemahlenen oder fein gehakten Nüssen für alle Arten von Gebäck, Brot oder Kuchen ist vielen bekannt. Auch Saucen für Pasta, Reis und Kartoffeln lassen sich herstellen. Ein süßer Brotaufstrich zusammen mit Honig oder ein deftiger Aufstrich mit Zwiebeln, Knoblauch und Gewürzen sind besonders schmackhaft (die Walnüsse kommen dazu in den Fleischwolf). Eine Spezialität sind Walnuss-Eichel-Pralinen als vegane Rohkost.

So sieht die Walnuss aus
Die Echte Walnuss ist ein 15-30 m hoher, sommergrüner und vielverzweigter Baum mit einer oft ausladenden Krone. Die junge Rinde ist glatt und hellgrau-braun; die ältere Rinde aufgerissen hellbraun oder schwarz-grau. Die spät austreibenden Triebe sind rot gefärbt. Die wechselständigen Fiederblätter sind meist unpaarig gefiedert, bis zu 40 cm lang und haben 7-9 länglich-ovale Teilblätter mit 15 cm Länge. Der Blattrand ist glatt. Mit dem ersten Frost fallen die Blätter in kurzer Zeit ab. Eine typische Herbstfärbung bleibt aus. Die männlichen Blüten sitzen in hängenden Blütenständen, die weiblichen in kleinen, aufrechten. Der Nusskern ist zwei- oder vierlappig und vielfach gefaltet, was wie ein Gehirn ausschaut. Die Dicke der Schale kann je nach Sorte variieren.

Über die Pflanze
Der Walnussbaum wächst besonders auf Dorfplätzen, in Gärten, auf Streuobstwiesen oder in verwilderten Feldgehölzen, nur selten in Wäldern, auch wenn das Edellaubholz heute von den Förstern nach und nach wieder angesiedelt wird. Die Jahresdurchschnittstemperatur bei einem guten Standort liegt für eine Walnuss zwar bei nur 5° C, dennoch mag sie keine strengen Fröste unter 20 ° C Minus. Damit bevorzugt der Baum ein so genanntes kontinentales Klima ohne winterliche Extreme. Die Nüsse sind sehr gehaltvoll und aus der gesunden Küche nicht mehr wegzudenken. Sie beinhalten 62 % Öl, 14 % Eiweiß, 11 % Kohlehydrate, 6 % Ballaststoffe und 2 % Mineralstoffe, zudem die Vitamine der B-Gruppe sowie Vitamin E. Glücklicherweise fallen die Walnüsse im Herbst von alleine vom Baum – allerdings in einem Zeitraum von 2 bis 4 Wochen. Wer einen Walsnussbaum im eigenen Garten stehen hat, der erleichtert das Ernten mit einem rechtzeitigen Grasschnitt im September. Die grünen Fruchtschale sofort entfernen. Zuhause dann werden die Nüsse sorgfältig zum Trocknen auf Zeitungspapier ausgebreitet. Sobald diese gut getrocknet sind, die Nüsse gut bevorraten und luftig, kühl und trocken in einem Stoffsäckchen für die Winterzeit aufbewahren.

 

(C) Fotos: Pixabay

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