WEISSDORN
Eingriffliger Weißdorn, Crataegus monogyna
Zweigriffliger Weißdorn, Crataegus laevigata

Sammelzeit
junge Blätter: April bis Mai
Blüten: April bis Mai
Früchte: Mitte September bis Mitte Oktober

Rezeptvorschläge und Anwendung
Junge Blätter als Zutat im Salat, Kräuterdip oder Wildgemüse. Kaltwasserauszug aus den Blüten für Blütengelee und Sirup. Früchte zusammen mit Äpfeln als Fruchtaufstrich einkochen. Für die Herstellung des Tees werden Blüten, Blätter und Früchte zu gleichen Teilen verwendet. Pro Tasse Tee 1-2-TL der Mischung aufgießen. Spezialität: Weißdornblattpulver.

So sieht Weißdorn aus
Eingriffliger Weißdorn:
Stark verzweigter, Strauch oder kleiner Baum bis 8 Meter Wuchshöhe. Die Dornen sind 2 cm lang. Die spitzlappigen Blätter sind verkehrt einförmig und wechselständig angeordnet, 3 bis 7- lappig geteilt, ganzrandig, ledrig fest und die Blattnerven nach außen gebogen; die Oberseite des Blattes ist matt, die Unterseite blau-grünlich. Die Blüte ist weiß und duftend, mit einem Griffel in der Blütenmitte, umgeben von rosafarbenen Staubbeuteln. Die Blüte erscheint 2 Wochen nach der Blütezeit des Zweigriffligen Weißdorns. Die Früchte haben nur einen Stein.

Zweigriffliger Weißdorn:
Der dicht verzweigte Strauch oder kleine Baum wird 2 bis maximal 6 Meter hoch; die Dornen sind 2 cm lang. Die stumpflappigen Blätter sind verkehrt eiförmig mit 3 bis 5 Lappen und wechselständig angeordnet, ledrig fest; die Blattoberseite ist glänzend dunkelgrün und die Unterseite matt. Der Blattrand kann leicht gekerbt sein. Die Blattnerven sind einwärts gebogen. Die Blüte ist weiß und duftend, mit 2 bis 3 Griffeln in der Blütenmitte, umgeben von rosafarbenen Staubbeuteln. Die Blüte erscheint 2 Wochen vor der Blütezeit des Eingriffeligen Weißdorns. Die Früchte sind Sammelsteinfrüchte mit 2 bis 3 Steinen.

Über die Pflanze
Beide Arten sind in Mitteleuropa beheimatet. Weißdorn ist anspruchslos und anpassungsfähig an Hitze, Trockenheit und Wind. Seine Austriebskraft ist gewaltig und das Wurzelsystem tief reichend, Kennzeichen einer idealen Heckenpflanze, welche auch kräftige Form- oder Rückschnitte erträgt. Die Sträucher wachsen häufig als Feldgehölz, an Waldrändern, auf Schutt- und Ödland sowie an Böschungen. Ebenso im Unterwuchs von lichten Kiefer- oder Edellaubwäldern. Erst im 19. Jahrhundert entdeckte man die positive Wirkung des Weißdorns auf die Funktionsweise des Herzens. Blätter, Blüten und Früchte beider Unterarten werden dazu meist als Tee verwendet. Weißdorn fördert die Durchblutung des Herzens, schützt vor Stress und wirkt ausgleichend: d.h. zu hoher Blutdruck wird gesenkt, zu niedriger erhöht. Die Blätter enthalten Flavonoide, die Blüten bis zu 0,15 % ätherisches Öl. Die Früchte enthalten ebenso Flavonoide, allerdings in geringeren Mengen. Dennoch lohnt sich das Sammeln und Trocknen besonders für die Herstellung von Tee.

 

(C) Foto: Pixabay

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