WIESEN-KNÖTERICH
(Bistorta officinalis)

Sammelzeit
Blätter und junge Triebe: April-August
Samen: August-September

Rezeptvorschläge und Anwendung
Die jungen Blätter werden wie Spinat verarbeitet und können auch gut mit Giersch, Brennnessel, Melde oder Kulturspinat kombiniert werden. Auch zu Reisgerichten oder Quinoa/Hirse-Aufläufen passt das Wildgemüse gut. Die Samen eignen sich als Keimsaat oder können roh über das Müsli, über Salat und Gemüsegerichte gestreut sowie als Zutat im Brot verwendet werden.


So sieht Wiesen-Knöterich aus
Wiesen-Knöterich gedeiht als ausdauernde Staude. Die 20 cm langen Blätter zeigen eine dicke, weiße Mittelrippe; sie sind länglich lanzettförmig; der Blattrand ist gewellt; oberseits sind die Blätter dunkel, unterseits bläulich-grün gefärbt. Die unteren Blätter sind lang gestielt; die oberen Blätter sitzen direkt und wechselständig am unverzweigten und knotigen Stängel. Die rosa Blütenstände sind zylinderförmig und werden bis zu 70 cm hoch. Die Nussfrüchte enthalten je drei Samen mit bis zu 5 mm Größe und haben eine dreikantige Form.

Über die Pflanze
Der fingerdicke Wurzelstock, der waagerecht kriecht und schlangenförmige Windungen zeigt, brachte dem Wiesen-Knöterich auch die Beinamen Schlangen-Knöterich oder Natterwurz ein. Der Wiesen-Knöterich wächst auf feucht-nassen Wiesen und in Hochstaudenfluren der Mittelgebirge. Er liebt nährstoffreichen, neutralen bis eher sauren Boden und gedeiht in Bachauen oft in Massenbeständen. Die jungen Blätter schmecken mild-würzig, sie sind reich an Mineralien, Spurenelementen und Vitamin C. Ihr Gehalt an Oxalsäure und Gerbstoffen hat Ähnlichkeit zum Kulturspinat. Die Samen schmecken wie die des nah verwandten Buchweizen.

(C) Foto: Birgit Matz

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