Wiesen-Schaumkraut

WIESEN-SCHAUMKRAUT
(Cardamine pratensis)

Sammelzeit
Blätter: Mitte März bis Mai
Blüten: April bis Mai

Rezeptvorschläge und Anwendung
Suppen, Saucen, Salate, Pesto, Kräuterquark, Kräuterbutter und Smoothies können mit den jungen Blättern hergestellt werden. Je nach Schärfe und Intensität im Verbund mit anderen Frühlingspflanzen (Löwenzahn, Brennnessel) – oder auch alleine als Salat mit einem milden Dressing oder mit einem Apfel zusammen. Die Blüten sind eine hübsche und wohlschmeckende essbare Dekoraktion. Und die Schoten dienen als Pfefferersatz.

So sieht Wiesen-Schaumkraut aus
Das Wiesen-Schaumkraut ist eine Staude, die sich aus einer verdickten Wurzel heraus entwickelt. Sie wird 30 cm bis maximal 60 cm hoch, wenn sie im Verbund mit anderen Pflanzen steht. Die bodennahen Blätter sind Fiederblätter aus 2-5 Blattpaaren und einem größeren Endblatt; die Teilblätter weisen eine abgerundete Rautenform auf. Die Fiederblätter, die höher am Stängel stehen, sind filigraner mit 3 oder 4 Blattpaaren mit einem Endblatt; die Teilblätter sind ausgeprägt spitz-lanzettlich. Die Stängel sind rund und hohl. Die Blüten bestehen aus vier Blütenblättern, mit einem Kreuz in den Mittelachsen. Blüten stehen in Trauben; die 4 Blütenblätter sind weiß bis rosa und blasslila mit dunklen Adern; die Staubbeutel sind gelb. Aus den bestäubten Blüten entwickeln sich aufrecht stehende Schoten als Früchte.

Über die Pflanze
Das Wiesen-Schaumkraut bildet im Frühling auf feuchten Wiesen oftmals ganze Blütenteppiche aus. Sie wächst in Auwäldern und an Gewässerufer. Sie verträgt sogar nasse Standorte mit tonreichen, lehmigen Böden. Bis auf eine Höhe von 1400 Metern kann sie auch im Gebirge wachsen. So genannte Schaumzikaden können die Pflanze „besuchen“, indem sie in den Blattachseln der Fiederblätter am Stängel ihre Larven ablegen – dies wird durch kleine Schaumklümpchen sichtbar. Hier lässt der Selbstversorger die Pflanze stehen. Die zarten Blätter im beginnenden Frühling gesammelt, schmecken würzig und pfeffrig scharf. Und bis Mai kann man noch die feinen Blüten für eine essbare Dekoration sammeln. Die Erntesaison ist damit kurz und im Juni schon beendet. Die Senfglykoside sorgen für den scharfen Geschmack und regen den Stoffwechsel, insbesondere die Entgiftungsorgane Leber, Galle und Niere an. Dazu finden sich neben Mineralstoffen, Spurenelementen und Gerbstoffen reichlich Vitamin C (360 mg/100g Frischpflanze). Volksmedizinisch wird es somit auch für Frühjahrskuren in roher Form oder als Frischpflanzensaft eingesetzt. Eine „Fit-in-den-Frühling“-Pflanze!

 

(C) Foto: Ralph Dommer/ Markus Strauß

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